Die Schönheit wieder entdecken

18 Personen, 17 aus der Diözese St. Pölten und eine aus der Erzdiözese Wien, unter ihnen elf Frauen und sieben Männer, haben die Ausbildung zum Kirchenführer abgeschossen und am 30. September ihre Zertifikate erhalten. Es ist die erste Ausbildung dieser Art in der Diözese St. Pölten. Ein zweiter Ausbildungskurs hat mit 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern bereits wieder begonnen. Die Ausbildung, die vom Katholischen Bildungswerk in Zusammenarbeit mit dem Diözesanmuseum, dem Bildungshaus St. Hippolyt und dem Pastoralamt angeboten wurde, dauerte ein Jahr und umfasste 34 Arbeitseinheiten. Zum Abschluss mussten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein schriftliches Konzept erstellen sowie eine Erstführung in einer Kirche, meist der eigenen Pfarrkirche, halten.

"Niederösterreich ist reich an kirchlichen Bauwerken. Eine kreative Beziehung zwischen Menschen und kirchlichem Kulturgut ist eine wichtige Basis für dessen Erhaltung", meint Mag. Peter Haslwanter vom Katholischen Bildungswerk. Die Verknüpfung von Architektur, Theologie und Kunstgeschichte ermögliche es, Kirchen als symbolische und zugleich spirituelle Botschaft für Menschen unserer Zeit erfahrbar zu machen. Diese Begegnung vollziehe sich nicht nur mit den Kunstschätzen und dem Kirchenraum, sondern auch mit den Menschen, denen dies vermittelt werde.

Viel Freude bei ihrer Tätigkeit und die Fähigkeit, die erarbeiteten Inhalte den Menschen auch zu vermitteln, wünschte Bischof DDr. Klaus Küng den neuen Kirchenführern in der Diözese. Es sei etwas Schönes, jene Saiten zum Klingen zu bringen, die Hoffnung geben und die Schönheit - nicht nur der Architektur, sondern auch der tieferen Werte - wieder entdecken lassen, sagte er.