"Die Menschen bewegt eine Sehnsucht im Herzen"

Mit drei Sonderwaggons und bei strahlendem Wetter nahmen über 150 Gläubige an der diesjährigen Zugwallfahrt mit der Mariazellerbahn zum Gnadenort in Mariazell teil. Unter den Teilnehmern Bischof DDr. Klaus Küng, der Direktor des Pastoralamtes Msgr. Wilfried Kreuth, die Generaloberin der Schulschwestern von Amstetten, Franziska Bruckner. Auf der Fahrt nach Mariazell konnte jeder Teilnehmer auch dem Bischof sprechen, der durch die Waggons ging und alle Teilnehmer persönlich begrüßte. Auf der zweieinhalb Stunden dauernden Fahrt beteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch den Rosenkranz.

Vor der Basilika trafen die Wallfahrer noch mit anderen Pilgern, unter ihnen die Wallfahrergruppe aus der Pfarre St. Pölten- St. Josef zusammen. Den Gottesdienst am Gnadenaltar leitete Bischof DDr. Klaus Küng mit Msgr. Wilfried Kreuth und Pfarrer Dr. Michael Leputsch von der St. Pöltner "Josefspfarre".

Der Superior von Mariazell, P. Karl Schauer begrüßte die Pilgergruppe und erinnerte dabei an den Mitteleuropäischen Katholikentag, der unter dem Motto "den Menschen Christus zeigen" stand. Er betonte auch, dass die Diözese St. Pölten in Mariazell immer "Heimatrecht" habe.

Bischof DDr. Klaus Küng hob in seinen einleitenden Worten hervor, dass es gerade zu Beginn eines Arbeitsjahres schön sei, sich vor der der Gottesmutter zu versammeln und um die Anliegen für die Familien und der Diözese zu bitten, vor allem in den Zeiten eines neuen Aufbruchs.
Auch in seiner Predigt ging der Bischof auf die Aufbruchsbewegung ein, die er in vielen Bereichen feststellen könne. So haben in den vergangenen Jahren die Wallfahrten, vor allem am Jakobsweg, aber auch nach Mariazell, zugenommen. Die meisten bewege "eine Sehnsucht im Herzen, die vielleicht nicht bewusst religiös, aber doch ähnlicher Art" sei, sagte der Bischof. Notwendig sei ein "innerer und äußerer Aufbruch", der heute sogar "drängender" werde, wies er hin. Jeder sei angefragt, aufzubrechen, denn wer Christ sein und bleiben wolle, müsse sich "bewusst Gott zuwenden", den Sonntag hochhalten, das tägliche Gebet und die Gebote beachten, unterstrich Bischof Klaus. Wichtig sei dabei, mit gutem Beispiel voranzugehen, in der Familie ebenso wie in der Pfarre. Der Bischof verwies dabei auf die im kommenden Jahr stattfindende PGR-Wahl, für die es gelte, gute Mitarbeiter zu finden.

Predigt im Wortlaut