Die Lebenswelt der Jugendlichen beachten

Über 60 Firmbegleiterinnen und Firmbegleiter nahmen Ende Jänner im Stift Göttweig am Tag für FirmbegleiterInnen statt, der von der diözesanen Jugend- und Firmpastoral angeboten wurde. In verschiedenen Arbeitsgruppen gab es die Möglichkeit, sich neue Ideen für die Gestaltung von Gruppenstunden, Aktionen und liturgischen Feiern zu holen oder den Umgang mit Konflikten zu verbessern. Sehr interessiert wurde das Konzept aufgenommen, die Firmvorbereitung als offenes Modell zu gestalten, bei dem die FirmkandidatInnen aus einer Reihe von Angeboten wählen können und so die Firmvorbereitung ihrem Interesse entsprechend zusammenstellen. In immer mehr Pfarren wird dieses Konzept mit Workshops aus den verschiedensten Bereichen des kirchlichen Lebens verwirklicht.

Überaus groß war das Interesse am Workshop zur Bibelarbeit, bei dem vor allem das eigene spirituelle Auftanken im Vordergrund stand. Angebote zur Verknüpfung von inhaltlicher Arbeit mit spiel- und erlebnispädagogischen Methoden sowie mit kreativem Arbeiten rundeten das Programm ab.

Am Nachmittag sprach Altabt Burkhard Ellegast darüber, was aus seiner Sicht als Firmspender wichtig für die Firmvorbereitung sei. Er ermutigte alle, sich möglichst auf die Lebenswelt der Jugendlichen einzulassen und sie dort abzuholen wo sie stehen. Erst dann sei es möglich, sie Schritt für Schritt in einen zunehmend reiferen Glauben einzuführen. Wichtig erschien ihm ebenfalls, den Jugendlichen möglichst viele Erfahrungen im sozialen und religiösen Bereich zu ermöglichen und sie dabei begleitend zu unterstützen.
Abt Burkhard betonte auch den Wert einer sehr persönlichen, möglichst in der Sprache und im Stil der Jugendlichen gestalteten Pfarrfirmung gegenüber "Massenfirmungen" in denen die konkrete Lebenswelt der Jugendlichen kaum Platz hat. Er plädierte auch für eine Anhebung des Firmalters, um den Wert der eigenständigen Entscheidung für den Glauben stärker herauszustreichen.