"Die können sollen, müssen auch wollen dürfen"

Das fünfjährige Bestehen des Jugendhauses "K-Haus" in Eggenburg feierten zahlreiche Jugendliche gemeinsam mit dem Gründer und geistlichen Leiter P. Dr. Sepp Schachinger und Generalvikar Prälat Leopold Schagerl. "Das K-Haus ist in diesen Jahren ein Ort der Begegnung geworden", sagte P. Schachinger, "ein Ort, wo Kirche lebendig, erfahrbar und erlebbar wird."

Unter dem Motto "Die können sollen, müssen auch wollen dürfen" präsentierten die verschiedenen Jugendgruppen die vielfältigen Aktivitäten des Hauses mit einem bunten Programm von Tanz-Vorführungen über Video-Präsentationen bis zu Publikumsspielen. Die "Lebendigkeit" des "K-Hauses" zeige sich, so Schachinger, bei zahlreichen Gruppen, die das Haus für ihre Programme wählten, bei eigenen Veranstaltungen und Aktionen, sowie im täglichen Betrieb des Hauses, "wo sich Jugendliche wohl fühlen".

Mit den drei "Ks" Kommunikation, Kirche und Kultur charakterisierte die frühere Hausleiterin Alexandra Stift (1999-2005) das "K-Haus". In den Pfarren werde "wertvolle Arbeit" für die Jugend geleistet, erklärte Stift. Das "K-Haus" könne jedoch überregionale Arbeit leisten und "Angebote machen, die eine Pfarre allein nicht auf die Beine stellen kann". Es gehe in der diözesanen Jugendarbeit auch viel um Vernetzungen und Zusammenarbeit, betonte Stift, etwa mit den anderen Jugendhäusern Schacherhof und Göttweig, der Jugendstelle in St. Pölten und den regionalen Jugendleitern.

Als "wichtige Einrichtung nicht nur für die Stadt Eggenburg, sondern für die ganze Region", bezeichnete Bürgermeister Willibald Jordan das "K-Haus". Er sei "sehr dankbar" für das Engagement der Diözese, betonte Jordan, und "stolz darauf, diese Einrichtung und ihre Aktivitäten in unserer Gemeinde zu haben". Der Bürgermeister würdigte die Verdienste P. Schachingers um die Jugendarbeit in der Region und meinte: "Er steckt alle mit seiner Begeisterung an."
P. Schachinger freute sich, dass in den vergangenen fünf Jahren "viele Ideen umgesetzt" worden seien. Dennoch seien seine Visionen für das Jugendhaus "noch lange nicht erschöpft". Jedoch sollten nicht nur seine, Schachingers, Pläne, sondern vor allem "die Ideen der Jugendlichen Platz" haben.

Das "Klemenshaus", kurz "K-Haus", ist nach dem Redemtoristen Klemens Maria Hofbauer benannt, der auch Stadtpatron von Wien ist. Das Gebäude wurde 1892 von den Redemtoristen als "Vereinshaus" für Gesellen, kirchliche Vereine und Kongregationen in Eggenburg erbaut. 1974 war es Ausgangspunkt der Entstehung eines städtischen Jugendzentrums: Ehe sich die Jugendlichen ein eigenes Quartier schaffen konnten, waren sie im Klemenshaus untergebracht. 1990 setzte der Redemtoristenorden einen klaren Schwerpunkt für die Jugendarbeit und adaptierte das von nun an "Klemenshaus" genannte Gebäude für diesen Zweck.
Von 1995 bis 2000 war die Katholische Jugend (KJ) Eggenburg im Haus untergebracht. In dieser Zeit bürgerte sich die Bezeichnung "K-Haus" ein. Nach Fertigstellung der Renovierungsarbeiten im Jugendheim der Pfarre übersiedelte die KJ ihr "eigenhändig renoviertes Heim". Im Juli 2002 startete der große Umbau im K-Haus, im April 2003 wurde es als diözesanes Jugendhaus neu eröffnet.

Foto: Hausleitung K-Haus (v.l.): Johannes Nostadt, Elvira Schachinger, Sylvia Mück, Katalin Kiss, P. Dr. Sepp Schachinger