"Der Papst kommt nicht alle Jahre"

"Wir sind schon öfter mit dem Rad nach Mariazell gefahren", erzählt Leopold Karner aus St. Georgen an der Leys im Bezirk Scheibbs, "doch diesmal fahren wir als Pilger zum Papstbesuch." Die ganze Familie wird am 8. September in die Pedale treten, um Papst Benedikt XVI. zu sehen, auch Ehefrau Elisabeth, Sohn Andreas und Tochter Elisabeth.

"Der Papst kommt nicht alle Jahre", sagt Leopold Karner zur Motivation, schon im Morgengrauen zu einer Radtour von insgesamt 120 km mit vielen Gebirgsstrecken aufzubrechen. Bereits beim letzten Österreichbesuch von Johannes Paul II. war Karner, damals noch Jugendlicher, dabei und von der Atmosphäre begeistert: "Die Erinnerung hat mich inspiriert, auch jetzt mitzufeiern - diesmal mit meiner Familie."

Eine "Stärkung für den Glauben" erwartet sich Elisabeth Haunschmied aus St. Peter in der Au im Mostviertel von ihrer Wallfahrt nach Mariazell zum Papstbesuch: "Es wird wieder einiges zum Nachdenken geben." Sie wird mit ihrer Familie, Ehemann Johann und Tochter Johanna, in einer größeren Gruppe zu Fuß zur "Magna Mater Austriae" pilgern. Drei Tage dauert der gemeinsame Fußmarsch von Euratsfeld im Bezirk Amstetten, in denen sie auch mit ihrer Familie "intensiv beisammen sein und reden" wird. Besonders mit der fünfzehnjährigen Tochter seien tiefe Gespräche selten möglich. So sei der Papstbesuch auch eine Gelegenheit, dass die Familie wieder enger zusammenkomme.

Zu Fuß wird auch die Familie Dietrich aus Horn zum Papstbesuch unterwegs sein. Allerdings nur die letzte Wallfahrtsetappe von Mitterbach aus, da die beiden Kinder Regina (13) und Michael (12) die Tage davor in der Schule sind. "Wir pilgern das erste Mal nach Mariazell", erzählt Roswitha Dietrich, "und der Anlass ist natürlich der Papstbesuch!" Der Vorschlag sei von Ehemann Franz gekommen, der die "treibende Kraft" hinter der Familien-Pilgerfahrt sei. "Ich hoffe, dass wir den Papst direkt sehen können", so Roswitha Dietrich, "aber die Stimmung wird auf jeden Fall mitreißend sein."