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Der Papst - eine Persönlichkeit, die viel bewegt hat

In der Gedenkmesse für den verstorbenen Papst Johannes Paul II. erinnerte Diözesanbischof DDr. Klaus Küng an Leben und Wirken dieser "herausragenden Persönlichkeit": "Wir sollen Gott in dieser Stunde für Leben und Wirken Johannes Paul II. danken, über sein Beispiel nachdenken und für seinen Zuspruch offen sein".
Predigt im WortlautPapst Johannes Paul II. hat in seinem Pontifikat "unglaublich viel bewegen können", sagte der Bischof. Ein Grund dieser Anziehungskraft war, dass er "ein Mann des Gebetes" war. Sein unerschütterlicher Glaube an Gott, Christus und den Menschen seien für ihn kennzeichnend gewesen. Es sei seine große Sorge um die Menschen, die Welt und um die Kirche gewesen, die ihn bewegt habe zu reden, zu schreiben und aufzutreten. Der Papst sei mit großer Offenheit auf die Menschen zugegangen und habe "mit seiner Herzlichkeit und Ehrlichkeit bei nicht wenigen Gelegenheiten" eine überraschende Wende in der Atmosphäre herbeizuführen vermocht, wies Bischof Küng hin.


Der Bischof ging auch auf die Veränderung des persönlichen Erscheinungsbildes des Papstes ein, der am Beginn seines Pontifikates als "sportlich, dynamisch und kraftvoll" erlebt wurde. Später, nach dem Attentat von 1981, wurde er von einer gefährlichen Krankheit heimgesucht, die ihn mehrmals an den Rand des Todes gebracht hatte. In den letzten zehn Jahren wurde er zunehmend zu einem gebrechlichen, leidenden alten Mann, sagte der Bischof. Doch seine Ausstrahlung wurde dabei nicht geringer, sondern nur anders. Bischof Küng verwies dabei auf das Bild des Papstes mit dem Kreuz, das er wenige Tage vor seinem Tod fest umklammerte, nachdem es ihm am Karfreitag beim Mitverfolgen des Kreuzweges gereicht wurde.


Schließlich, so Bischof Küng, hinterlasse der Papst der Kirche ein Programm, "das sicher für die Gegenwart und für die Zukunft gültig ist". Der Bischof nannte dabei das Streben nach echtem Christsein als wesentliche Voraussetzung für die Fruchtbarkeit der Kirche von heute und morgen. Dabei sei das Gebet ebenso wichtig wie die Liebe zu den Sakramenten, der Wunsch nach Einheit, apostolischer Eifer und sozialer Einsatz. Der Papst habe auch allen klar gemacht, dass die Kirche aus der Eucharistie lebe, die ihre Kraft aus Christus schöpft.


An dieser Gedenkmesse für den Papst nahmen unter den zahlreichen Gläubigen auch die beiden Landtagspräsidenten Edmund Freibauer und Ewald Sacher, Landesrätin Christa Kranzl, der St. Pöltner Bürgermeister Matthias Stadler, Altbürgermeister Willi Gruber mit Frau und Gemeinderat Bernhard Wurzer teil. Weiters waren viele Priester und Diakone aus dem gesamten Diözesanbereich gekommen, ebenso Vertreter des Ritterordens vom Heiligen Grab, der CV und MKV sowie Vertreter der ökumenischen Kirchen in Niederösterreich.


Predigt im Wortlaut