Der Mensch muss Grenzen beachten

„Alles hat Grenzen, auch das wirtschaftliche Wachstum“, betonte Diözesanbischof DDr. Klaus Küng in seiner Ansprache zum Jahresende auf Radio Niederösterreich. Obwohl der Handel in den letzten Jahrzehnten geblüht habe, seien plötzlich „Wolken der Weltwirtschaftskrise“ aufgezogen. Nur Gott sei unbegrenzt, so Küng, wir Menschen seien jedoch „gut beraten, gewisse Grenzen zu beachten“. Diese Grenzen seien keine Einengungen, sondern „Wegmarkierungen zu Eigentlichen hin“. Jede Krise berge auch eine Chance in sich, sagte Bischof Küng. Im Falle der Wirtschaftskrise oder auch bei „grauenhaften Vorkommnissen“ wie beim Inzestfall in Amstetten bestehe eine „gewisse Hoffnung, dass die Menschen nachzudenken beginnen“. Da Beziehungen immer brüchiger und Lebenskrisen häufiger werden, sei es vor allem nötig zu erkennen, worauf es im Leben ankomme, unterstrich Küng. Deshalb habe Gott uns seinen Sohn gesandt, „der der Weg, die Wahrheit und das Leben ist“.

Ansprache im Wortlaut