Herbstwanderung
Erntedankkorb
 
 

Der Herr ist die Kraft meines Lebens

400 Feuerzungen, aus rotem und gelbem Papier gerissen, schwebten in der Abendsonne über dem Eingang zur Stiftskirche Göttweig. 400 Mädchen und Buben haben diese Feuerzungen bei der "spirit.come" - der begeisternden Nacht für Firmkandidaten - als Zeichen und Symbol ihrer bevorstehenden Firmung gefertigt und auf langen Schnüren befestigt. Taube und Feuerzungen sind die Symbole für den Heiligen Geist, der bei der Firmung den Jugendlichen zugesprochen wird. Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Jugend, Armin Haiderer und die pädagogische Leiterin des Jugendhauses Stift Göttweig, Bärbel Nusterer, nahmen in ihren Begrüßungsworten diese Symbole zum Anlass, die Jugendlichen auf die kommenden Stunden einzustimmen. Diese kamen aus allen Teilen der Diözese. Die größte Pfarrgruppe mit 33 Jugendlichen kam aus Michelbach.

Die letzten Strahlen der Sonne waren verschwunden, als sich über 400 Jugendliche in 25 Workshops mit verschiedenen Themen, Lebensfragen und spannenden Abenteuern und Geschichten befassten. Die Workshops reichten von Outdoor-Erlebnissen mit Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und in die Gruppe, über eine Bibelralley bis zur Erkundung des Klosters in einem fiktiven "Klosterkrimi". Die Jugendlichen konnten sich über Fragen der Berufung und des Mönchslebens informieren oder in einem anderen Workshop das Trommeln erlernen. Unter den Angeboten gab es in der Kung-Fu-Technik auch eine Auseinandersetzung mit dem eigenen Geist und Körper und Informationen über Armut in Österreich und in der Dritten Welt.
Es war bereits dunkle Nacht, als gegen 23 Uhr vor der Stiftskirche ein Feuer entfacht wurde und sich die Firmlinge daran ihre Kerze entzünden konnten. "Das Licht schenkt Wärme und Geborgenheit, es ist ein Zeichen des Versprechens Gottes - ich bin bei euch" - so die Jugendleiterin aus dem Dekanat Amstetten und Haag, Mag. Michaela Lugmaier. "Jeder von euch ist einzigartig und soll diese Flamme in sich zum Leuchten bringen", führte sie aus, ehe die Jugendlichen in die Kirche einzogen und ihre Lichter auf die Stufen vor den Altar stellten. Den Abschluss der be-geisternden Nacht, die bei vielen Firmkandidaten noch lange nachklingen wird, bildete der Psalm 27, der von allen gemeinsam gebetet wurde: "Der Herr ist mein Licht und mein Heil - vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist die Kraft meines Lebens …"