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Der Berufung auf der Spur

Der eigenen Berufung auf die Spur begab sich eine Gruppe Jugendlicher mit Bischof DDr. Klaus Küng beim diözesanen Weltjugendtag am 1. April im Bildungshaus St. Benedikt in Seitenstetten. "Was ist meine eigene Berufung - das ist auch die Kernfrage für jeden Menschen", erklärte der Bischof. Nachdem die Jugendlichen in drei Gruppen über Berufung, Arbeit Schule, Engagement und Freizeit sowie über ihre Spiritualität nachgedacht und diskutiert hatten, stellten sie die Ergebnisse auch dem Bischof vor. In der Diskussion wies der Bischof hin, dass sich mit jedem Menschen ein besonderes Vorhaben Gottes verbinde. Dabei spielen auch Talente und Fähigkeiten eine Rolle. Doch müsse sich jeder immer wieder fragen, was Gott von ihm wolle. "Das Leben ist ein Abenteuer und was Gott mit uns vorhat, können wir oft gar nicht so einfach erkennen", sagte der Bischof.

Auf einige konkrete Fälle angesprochen meinte der Bischof: "Manchmal sind wir sprachlos und können keine einfache Antwort geben", denn es sei nicht leicht, besonders in schwierigen Situationen den Willen Gottes zu erkennen. Letztlich, so der Bischof, könne oft nur das Gebet helfen und Antwort geben. Aber auch eine geistliche Begleitung, der man sich anvertrauen kann, könne für die Entscheidung, was Gott von jemandem erwarte, hilfreich sein.

Mit Nachdruck wies der Bischof auf die spirituelle Grundlage für den Christen hin, zu der auch die Nachfolge Christi gehöre. "Christ sein und Christ werden bedeutet, sich auf Christus einlassen", unterstrich er. Aufgrund von Taufe und Firmung sei jeder Christ aufgefordert, so zu leben wie es der Intention Christi entspreche. Gott sei die Mitte des Lebens, die alle Bereiche präge. Zu einer echten Spiritualität gehöre auch, sich einen bestimmten Lebensrhythmus zuzulegen, etwa mit festen Zeiten des Gebets, der täglichen Schriftlesung und Zeiten der Stille.

Unter den Teilnehmern des diözesanen Weltjugendtages auch der 17-jährige Hung Phu Nguyen, ein vietnamesischer Asylwerber aus Waidhofen/Ybbs, der in der Osternacht in der Pfarrkirche Waidhofen getauft werden wird.
Aufbrechen und den nächsten Schritt bei sich zu entdecken, war auch das Thema der anschließenden Jugendvesper in der Ritterkapelle des Stiftes Seitenstetten, an der auch der Bischof und Abt Mag. Berthold Heigl teilnahmen. Diese Jugendvespern finden seit 27 Jahren ununterbrochen jedes Monat im Stift statt.