Daniel Gran im Diözesanmuseum

Vor 250 Jahren starb der Barockmaler Daniel Gran in St. Pölten. Ihm ist nun die Sonderausstellung "Grandezza" im Diözesanmuseum St. Pölten gewidmet.
Die Ausstellung ist vom 5. Mai bis 31. Oktober, Dienstag bis Freitag von 10.00 bis 12.00 und von 14.00 bis 17.00 Uhr geöffnet, an Samstagen von 10.00 bis 13.00 Uhr. "Grandezza - so der Name der Ausstellung - gilt vor allem für Maler wie Daniel Gran, den sich damals nur die höchsten Kreise leisten konnten". So Diözesankonservator Dr. Johann Kronbichler zur neu eröffneten Ausstellung "Grandezza" über die Werke Daniel Grans. Gran hatte all seine Werke mit Zeichnungen und Ölskizzen sorgfältig vorbereitet. Daher ist es auch möglich, den berühmten Barockmaler und seine Werke im Rahmen einer Ausstellung vorzustellen. "Er gehört von Qualität und Format her gesehen in die erste Reihe der Künstler seiner Zeit", betont Kronbichler.

Die überregionale Bedeutung Daniel Grans beruht vor allem auf seinen Freskomalereien, von denen jene im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek, im Festsaal des Schlosses Eckartsau, in der Wallfahrtskirche am Sonntagberg und im Marmorsaal des Stiftes Klosterneuburg die berühmtesten sind. Hervorragende Werke schuf der Meister des österreichischen Barock auch auf dem Gebiet der Ölmalerei, wobei besonders die Altarbilder in der Wiener Karlskirche und die Hochaltarbilder in der Stiftskirchen von Herzogenburg und Lilienfeld hervorstechen.

Etwa 50 Ölskizzen und 30 grafischen Zeichnungen, aber auch ein Original-Fresko Grans in der ehemaligen Stiftsbibliothek, die in die Ausstellung mit einbezogen ist, werden gezeigt. Weiters sind auch sämtliche Skizzen zu den Deckenfresken und Hochwandbildern der Domkirche zu sehen, die von Thomas Friedrich Gedon, einem Schüler Daniel Grans, geschaffen wurden. Ein umfassender Katalog mit zahlreichen Farbfotos und Abbildungen der Werke Grans bietet die Möglichkeit, sich über das Wirken des Künstlers und sein Umfeld umfassend zu informieren.

Daniel Gran, 1694 in Wien geboren, starb in St. Pölten und wurde am 16. April 1757 in der damaligen Stiftsgruft beigesetzt. Vor rund 100 Jahren wurden seine sterblichen Überreste in die Gruft des nördlichen Kreuzgangflügels übertragen. Eine Gedenktafel erinnert an ihn.

"Mittagsblickpunkt" am 15. Mai

Am 15. Mai zeigt und erläutert Diözesankonservator Dr. Johann Kronbichler im "Mittagsblickpunkt", einer Kurzführung im Museum, um 12.30 Uhr einige Werke Daniel Grans. Treffpunkt ist vor dem Eingang zum Diözesanmuseum. Der Zugang ist über den Domplatz oder den Bischofsteich in den Brunnenhof, von dort in den Kreuzgang und in den 1. Stock. Der Eintritt ist frei.
Weitere Mittagsblickpunkte, bei denen jeweils ein oder mehrere Kunstwerke der Sonderausstellung vorgestellt werden, sind am 15. Mai, 12. Juni, 11. September und 16. Oktober, jeweils um 12.30 Uhr.