Caritas übernimmt Theresienkinderheim in Neulengbach

Die Caritas der Diözese St. Pölten hat das Theresienkinderheim von den Kreuzschwestern in Neulengbach übernommen. Fünf junge Menschen mit Behinderungen im Alter zwischen 18 und 33 Jahren wohnen in dem Haus in der Kohlreithstraße gegenüber dem Liebfrauenhof. Geleitet wird die „Wohngruppe Neulengbach“ von Alfred Sieber. Er war in den vergangenen 10 Jahren Mitarbeiter im Caritas-Wohnhaus in Mank.

Vor genau 50 Jahren hatten die Barmherzigen Schwestern vom heiligen Kreuz das Haus in Neulengbach erworben und ein Erholungsheim für Wiener Volksschulkinder eingerichtet. 1971 wurde das Haus für behinderte Kinder adaptiert. Schwester Renate Wostri hatte das Theresienkinderheim in den vergangenen 37 Jahren, bis zu ihrem Tod Februar dieses Jahres, mit viel Einfühlungsvermögen geleitet. Der Name Theresienheim bezieht sich auf Mutter M. Theresia Scherer, der ersten Generaloberin der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Kreuz. Ihre Liebe und Hilfsbereitschaft galt in besonderer Weise den benachteiligten Menschen.

„Wir sind glücklich, dass das Haus in christlichen Händen bleibt“, sagte Sr. Maria Bosco Zechner, Provinzoberin der Provinz Europa Mitte. „Und besonders froh sind wir, dass die jungen Menschen, die als Kinder ins Haus gekommen sind und wie eine Familie gelebt haben, auch im Haus bleiben können und nicht auseinander gerissen werden.“ Erleichtert sind auch Pfarrer Boguslaw Jackowski und Bürgermeister Franz Wohlmuth über die Weiterführung des Hauses in Neulengbach. Die Caritas hat in Absprache mit dem Land Niederösterreich das Theresienheim gemietet und die Weiterführung garantiert.

Die Caritas hat in dem Haus in der Kohlreithstraße auch vorübergehend eine Werkstatt für die Bewohner eingerichtet. Zusätzlich arbeiten in der Werkstatt acht Menschen mit Behinderungen aus dem Einzugsgebiet Neulengbach. Sie mussten bisher in die Werkstatt Tulln pendeln. Derzeit ist die Caritas auf der Suche nach einem geeigneten Standort für eine Werkstatt in der Region Neulengbach.