Brasilien-Missionar aus NÖ von vier Kugeln getroffen

Ein schweres Schussattentat überlebte Brasilien-Missionar Ludwig Laaber, gebürtiger Niederösterreicher aus St. Peter/Au und Fürsprecher der Armen in der Diözese Oeras-Floriano. Wie die Oberösterreichischen Nachrichten berichteten, hatte am 20. Juli ein Pfarrhofnachbar in Floriano auf den 64-jährigen Priester geschossen. Spezialisten retteten Laaber im örtlichen Krankenhaus in einer Notoperation das Leben.


Als Finanzchef der Diözese Oeras-Floriano habe der Herz-Jesu-Missionar bei den Gerichten Besitzurkunden beglaubigen lassen, damit Menschen von den Großgrundbesitzern nicht mehr vertrieben werden können, beschreibt OÖN-Redakteur Hannes Fehringer seinen Onkel als "Fürsprecher für die Armen".


kein politischer Hintergrund


Einen politischen Hintergrund für das Attentat schließt Laabers Orden aber aus: Vielmehr dürfte ein Wasserhahn, den der Täter ruiniert hatte, das Motiv gewesen sein. Laaber, der mit dem Brunnen der armen Bevölkerung den Gemüseanbau ermöglicht hatte, forderte von dem Mann, den Schaden zu reparieren. Der 19-jährige, der in Verdacht steht, einer örtlichen Drogenbande anzugehören, "antwortete" mit der Pistole.


"Zufall oder Gottes Fügung": Spezialisten standen bereit


Ludwig Laaber wurde im Bauch, an der Hand und zwei Mal im Gesicht getroffen. Ein Mitbruder brachte ihn ins Spital. "Zufall oder Gottes Fügung - in der Klinik weilten zwei Spezialisten. Die Chirurgen retteten dem Missionspfarrer das Leben", schreibt Hannes Fehringer. "Die Blutungen konnten schnell gestillt werden. Mein Onkel hat sich wieder erfangen. Er erholt sich jetzt für den Heimflug", erzählte der Neffe am Telefon. In Österreich sollen die schweren Schussverletzungen nachbehandelt werden.


Foto: OÖN
Bericht in den Oberösterreichischen Nachrichten
Interview mit Missionar Ludwig Laaber in den OÖN