Blindenapostolat vor Neuausrichtung

Wie können wir unsere Aufgaben in Zukunft erfüllen, was ist wichtig, wovon müssen wir uns trennen? Diese und ähnliche Fragen beschäftigen die Verantwortlichen im Blindenapostolat Österreich in einer „Zukunftswerkstatt“ in Hall in Tirol. Begleitet wurde das zweitägige Seminar im Haus der Kreuzschwestern in Hall in Tirol vom Innsbrucker Pastoraltheologen Johannes Panhofer. „Es geht ums Überleben. Wie andere kirchliche Gruppierungen, hat auch das Blindenapostolat als Gruppe engagierter Laien mit einem Schwund an freiwilligen Mitarbeitern zu kämpfen,“ sagt der Vorsitzende Peter Beiser aus Tirol, „wir müssen mit immer weniger Geld auskommen, während manche Ausgaben wachsen ohne dass wir etwas dagegen tun können.“

Bei den Diskussionen im Plenum und bei der Arbeit in Kleingruppen wurde eine straffere Struktur als wünschenswert bezeichnet. Bei den zweimal jährlich stattfindenden Besprechungen der Diözesanleiter – unter ihnen auch Heinz Kellner vom St. Pöltner Blindenapostolat - soll künftig jeweils auch ein Schwerpunktthema behandelt werden, Arbeitsgruppen sollen wichtige Anliegen selbständig weiterentwickeln.
Auch der Name „Blindenapostolat“ wurde in Frage gestellt, da sich die Gruppe der sehbehinderten Menschen davon nicht angesprochen fühle und außerdem viele zum Begriff „Apostolat“ keinen Zugang hätten.

Um angesichts der immer knapper werdenden Finanzlage wichtige Agenden nicht aufgeben zu müssen, will sich das Blindenapostolat österreichweit künftig intensiver um Sponsoren für einzelne Projekte bemühen.

Zum Bild: Schwerarbeit für Seminar-Begleiter Johannes Panhofer: „Die Ergebnisse der Gruppenarbeit hängen zwar an der Pinwand, jetzt müssen sie verbalisiert und erklärt werden“. Und BAÖ-Vorsitzender Peter Beiser: „Umgesetzt müssen sie auch werden!“