Bischofswort zur Fastenzeit

Zu einem neuen Aufbruch ruft Bischof DDr. Klaus Küng die Gläubigen der Diözese St. Pölten in seinem Hirtenbrief zur Fastenzeit auf. Es dürfe nicht gleichgültig lassen, wenn an vielen Orten die religiöse Praxis abnehme und vor allem die jüngere Generation nicht mehr den Weg zur Kirche finde.
Fastenhirtenbrief im WortlautAn erster Stelle müsse der persönliche Aufbruch stehen, schreibt der Bischof in seinem Hirtenwort. Die Beschäftigungen des Alltags dürften den Menschen nicht derart in Anspruch nehmen, dass er zur Gänze davon aufgesogen werde. Gerade im Umgang mit Gott könne man jene Einsicht erhalten, worauf es im Leben wirklich ankomme und im Gebet könne man sich der Notwendigkeit der Umkehr wieder bewusster werden.

Ein weiterer Aufbruch betreffe die Familien, ergänzt der Bischof. Da viele Kinder das Kreuzzeichen oder die einfachen Gebete oft nicht mehr können, könne die Fastenzeit wieder ein Anlass sein, Neues zu beginnen. Der Bischof rät zum Besuch von Fastenpredigten, zur Teilnahme am Kreuzweg und zu einem kleinen gemeinsamen Freitagsopfer an.

Schließlich solle auch in jeder Pfarre selbst ein Aufbruch vorbereitet werden. Dazu soll man sich überlegen, was am dringendsten nötig sei, schreibt der Bischof in seinem Hirtenwort. Dies könnten etwa Kontakte mit all jenen sein, die den Weg zur Kirche nicht mehr finden oder sie bereits verlassen haben. Es könne auch der Aufbau zu einer Jugendarbeit oder eine intensivere Katechese in der Pfarre sein, vor allem für jene, die beim Erstkommunion- und Firmunterricht oder in der Jugend- und Ministrantenarbeit mitwirken oder es könnte auch die Vorbereitung einer intensiven Gemeindemission sein.

Zum Schluss seines Hirtenbriefes spricht der Bischof direkt die Kinder an und drückt seinen Wunsch aus, dass sie in der Fastenzeit am Sonntag an Jesus denken und so zu leben versuchen, wie er es gezeigt hat: "Miteinander gut umgehen, miteinander teilen, Gott um Verzeihung bitten und einander verzeihen". Fastenhirtenbrief im Wortlaut