Bischof Küng: "Wir müssen einen gemeinsamen Weg gehen"

"Es gibt in der Diözese St. Pölten viele gute Kräfte. Nun müssen wir einen gemeinsamen Weg gehen. Das ist eine Grundlage, die sich mir stellt", sagte Bischof DDr. Klaus Küng bei seinem ersten Pressegespräch als Bischof der Diözese St. Pölten. Kurz vorher hatte er dem Konsistorium, dem obersten Beratungsgremium des Bischof, sein Ernennungsdekret als Bischof der Diözese St. Pölten vorgewiesen und damit das Amt offiziell angetreten. "Ein Visitator kommt und dann geht er wieder", sagte Bischof Küng. Als Diözesanbischof müsse er nun aber versuchen, die Probleme auch anzugehen. In St. Pölten gebe es viele, denen die Kirche ein großes Anliegen sei und die auch bereit seien, sich dafür einzusetzen, sagte der Bischof. Sein erstes Ziel werde daher sein, Mitarbeiter zu suchen und einzuladen, um die Voraussetzungen für die kommende Arbeit zu schaffen.

Dass er vorher Visitator gewesen sei, sei für ihn, Küng, kein Problem. Er habe dabei "mit großer Dankbarkeit" erfahren können, dass ihm "von allen Seiten ehrlich die Anliegen vorgetragen wurden". Als Bischof sei ihm wichtig, wie ein Vater zu sein. Und er sehe es dabei als seine Aufgabe an, Hirte zu sein und Brücken zu bauen. Als Visitator konnte Küng sehen, dass "bei vielen kirchlich engagieren Menschen oft auch große Unterschiede und gegenseitige Vorurteile bestünden. "Da ist eine der ganz wichtigen Fragen, sich auf dem gemeinsamen Weg zusammenzufinden", unterstrich Bischof Küng sein Anliegen. In seinen weiteren Ausführungen verglich er diese Situation mit einer Autobahn, die mehrere Spuren aufweise. Wichtig sei, dass man auf dem Weg zwischen den Randsteinen bleibe, erläuterte Bischof Küng.

Das große Ziel, das jede Diözese habe, sei "Jesus Christus den Menschen von heute zu bringen", damit sie in Jesus Christus Hilfe finden "und wenn sie niedergefallen sind, den Mut nicht verlieren und wieder aufstehen".
Es sei wichtig und dringend, "mitzuhelfen, damit es zu einer Sammelbewegung all jener kommt, die an der Sendung der Kirche mitarbeiten", sieht er seine weitere Aufgabe als Bischof. In diesem Sinne wolle er auch seinen Dienst tun. Sein Leitspruch als Bischof von Feldkirch "serviam" - ich möchte dienen - gelte auch als Bischof von St. Pölten, unterstrich Bischof Küng.
Dieser Prozess soll zur Versöhnung und zu einer größeren Einheit führen, wies er in seinen weiteren Worten hin. Und er hoffe, dass dieser Weg auch zu einem neuen Aufwind führt, damit alle zusammen auf diesem Weg weitergehen und eine neue Kraft entsteht.

Bischof Küng dankte Altbischof Dr. Kurt Krenn für alles, was er getan und auch gelitten habe, sowie Weihbischof Dr. Heinrich Fasching, der die Diözese in den vergangenen Jahren ganz fest mitgetragen habe.