Bischof Franz Zak-Platz in Pottenbrunn bei St. Pölten

Mit der Widmung des neu errichteten Platzes bei der Pfarrkirche von Pottenbrunn bei St. Pölten und der Benennung als Dr. Franz Zak Platz wurde dem langjährigen Bischof der Diözese St. Pölten, Dr. Franz Zak, der von 1961 bis 1991 die Geschicke der Diözese leitete, ein würdiges Denkmal gesetzt. Am Sonntag, dem 24. September 2006 wurde dieser Platz von Bischof Dr. Klaus Küng gesegnet und die Gedenktafel von Pfarrer Mag. Sabinus Okechukwu Iweadighi und Bürgermeister Mag. Matthias Stadler enthüllt. An der Stelle des neuen Bischof Dr. Franz Zak-Platzes stand ein altes Gemeindehaus, das 2004 abgerissen wurde. Bereits vorher war die Pfarre mit der Gemeinde überein gekommen, bei der Gestaltung des neuen Platzes als neuen Ort der Kommunikation mitzuwirken. Das gemeinsame Vorhaben von Stadt, Gemeinde und Pfarre wurde 2005 beschlossen, wofür es einen einstimmigen Beschluss des Magistrates gab, wie der St. Pöltner Bürgermeister Mag. Matthias Stadler hervorhob. "Der Platz ist ein Mittelpunkt für einen Ort, wo Leben stattfindet und Gemeinschaft gepflegt wird", erklärte er.
Der Landtagsabgeordnete Dr. Martin Michalitsch betonte, dass jedes Zusammenleben in einer Gemeinschaft auch geistiger Grundlagen bedürfe, die dem Leben Sinn und Richtung geben. Er versicherte, dass das Land für die Errichtung eines Brunnens auf diesem Platz eine beträchtliche Summe zugesichert habe. Das fließende Wasser eines Brunnens sei ebenso ein Zeichen von Leben", erklärte er.
Bischof DDr. Klaus Küng, der die Segnung des Platzes vornahrem sieht in dieser Feier und der Widmung des Platzes an Bischof Franz Zak auch "eine Art Erntedank", der in Pottenbrunn an diesem Tag begangen wurde. Man dürfe die Dinge im Leben nicht als selbstverständlich hinnehmen, sagte er und erinnerte daran, neben vielerlei Dingen nicht das wichtigste, Gott als Mitte unseres Lebens zu vergessen.

Bereits in seiner Predigt bei der Messe zum Erntedankfest hatte der Bischof erklärt, dass Danksagung eine Folgerung aus der Grundhaltung des Glaubens sei. Es sei nicht selbstverständlich, dass eine Saat auch aufgehe und man ernten könne. Viele Menschen laufen aber heute Gefahr, dass ihnen die tieferen Zusammenhänge im Leben nicht mehr bewusst seien. Sie meinen vielmehr, dass der Mensch alles selber machen und gestalten könne. Viele Menschen fühlen sich innerlich leer, obwohl sie vielerlei besitzen, bedauerte der Bischof.
Mit Hinweis auf den neuen Bischof Zak-Platz sagte Bischof Küng, er freue sich, dass dies durch den Einsatz vieler Menschen möglich geworden sei. In einer Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs habe auch Bischof Dr. Franz Zak immer wieder darauf hingewiesen, neben allem Wohlstand auf Gott nicht zu vergessen. Die Widmung dieses Platzes sei eine Besiegelung und Bestätigung dieser Bemühungen.