Bischof feiert Weihnachtsmesse in Justizanstalt

Auch dieses Jahr feiert Bischof DDr. Klaus Küng wieder die Weihnachtsmesse mit den Inhaftierten in den Justizanstalten St. Pölten und Krems-Stein. Er wies die Anwesenden hin, dass Christus auch heute in jedem Menschen neu geboren werden kann. Es sei sein großer Wunsch, diesem Haus ein Stück Friede zu bringen, sagte der Bischof bei der Einleitung zur Weihnachtsmesse am 21. Dezember in der Justizanstalt St. Pölten. Mit den Inhaftierten in Krems-Stein feierte der Bischof die Weihnachtsmesse am Freitag, den 22. Dezember.

Weihnachten sei ein Fest für die ganze Welt, unterstrich Bischof Küng in der Predigt. Es habe einerseits einen Bezug zur Geburt Jesu vor vielen Jahren und andererseits einen Bezug zur Gegenwart, dass Christus auch heute "in unsere Herzen und unsere Häuser" komme, sagte der Bischof. Wenn Christus bei uns geboren werde, dann sei man nicht mehr allein. Er könne bei jedem Menschen neu geboren werden - dies sei auch die große Bedeutung des Weihnachtsfestes für heute.
Weihnachten kann in jeder Not, in der größten Verlassenheit und bei allen Schwierigkeiten Wirklichkeit werden, wies der Bischof auf das Erlebnis des Mystikers Johannes vom Kreuz hin, der in einer engen und dunklen Zelle die Erfahrung von Gott, das Licht von Weihnachten erlebte.
Doch damit Weihnachten Wirklichkeit werde, müsse der Mensch Verlangen nach dem Kommen Christi haben. Der Bischof wünschte daher allen Anwesenden, dass sie still werden können, um Gott zu erfahren, damit Hoffnung entstehe und die Liebe geweckt werde, die der Anfang für jede Veränderung sei.