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Bischof besucht Zufluchtsstätte für Frauen

Bischof Klaus Küng besuchte am Mittwoch, den 29. November das Haus der Frau. Nach einer Führung durch die Räumlichkeiten erzählte das Team bei Kaffee und Keksen von seiner Arbeit. Vor einem Jahr übersiedelte das Haus der Frau in ein neues, größeres Gebäude, das für 20 Frauen aus Misshandlungsbeziehungen plus Kinder Platz bietet. "Unsere Auslastung betrug bisher immer 100 Prozent", so Frau Maria Imlinger, die Leiterin der Einrichtung. "Der Zustrom Gewalt betroffener Frauen ist sehr hoch" erklärt sie weiter. "Dies ist unter anderem dadurch zu erklären, dass es in den vergangenen Jahren zu einer Enttabuisierung des Themas gekommen ist. Die betroffenen Frauen wissen heute, dass sie nicht alleine mit ihrem Schicksal sind und handeln durchschnittlich etwas früher, als noch vor einigen Jahren."


Frauen aus allen Gesellschaftsschichten betroffen


Die Frauen, die im Haus der Frau Zuflucht suchen, kommen aus allen Gesellschaftsschichten. Das Spektrum reicht von der ausländischen Analphabetin bis zur promovierten Akademikerin. Markant ist die starke Zunahme des Anteils an Migrantinnen, die momentan im Jahresschnitt ein Drittel der Frauen darstellen. "Ihre Situation kann besonders problematisch sein, da eine Trennung oft mit der Gefahr des Ausgewiesenwerdens verbunden ist", weiß Imlinger. "Migrantinnen halten deshalb gewöhnlich besonders lange in Misshandlungsbeziehungen aus. Eine Rückkehr in ihr Heimatland würde für diese Frauen nämlich meist den sozialen Tod, manchmal sogar den reellen Tod bedeuten", so die Leiterin des Hauses.


Elisabeth Klimka