Bildungshaus St. Hippolyt - barrierefrei und ökologisch

Eine positive Entwicklung in den vergangenen Jahren bescheinigt Direktor Mag. Helmut Haberfellner dem Bildungshauses St. Hippolyt in St. Pölten. Mit über 25.000 Teilnehmern in 1.000 Kursen und Veranstaltungen im vergangenen Jahr habe man fast den Plafond erreicht, sagte er bei einem Pressegespräch am 9. Juni. Ökologische und barrierefreie Ausrichtung seien die neuen Qualitätsmerkmale. 166 Kurse sind in der aktuellen Programmzeitung von April bis August dieses Jahres ausgewiesen. Inhaltlich werden alle Bereiche, von religiöser Bildung bis zu Lebensbegleitung und musischer Bildung angeboten. "Wir wollen in allen Bereichen Qualität bieten", betont Direktor Haberfellner. Die eigenen Veranstaltungen werden durch zahlreiche Gastkurse, so etwa auch durch Lehrgänge für Supervisionsausbildung, ergänzt. Zum Teil gibt es in einigen Bereichen bereits eine "Vermischung von beruflicher und persönlicher Weiterbildung". Das Bildungshaus will aber keine Konkurrenz zu anderen Bildungseinrichtungen sein, mit denen es in gutem Einvernehmen lebt. Über 9.000 Nächtigungen im Jahr seien auch für die Stadt ein Renommee.

Dass bei etwa 600.000.- Euro Jahresbudget 220.000.- von der Diözese zugeschossen werden müssen liege darin, die Kurse und Verpflegung so zu gestalten, dass sie für alle leistbar seien, erklärt Haberfellner die soziale Ausrichtung des Hauses.
Der Einzugsbereich des Bildungshauses erstreckt sich weit über die Diözesangrenzen hinaus, weist er hin. Immer wieder werden österreichweite Kurse angeboten. Kürzlich gab es eine internationale Veranstaltung zum "Dialog der Kulturen" mit Teilnehmern "von China bis Mexiko", wie der Direktor versichert. Einziges Problem sei nur die fehlende Anbindung an einen Flughafen, fügte er hinzu.

Umweltschonend und naturnah

Auch in den weiteren Maßnahmen will das Bildungshaus umweltschonende und naturnahe Wege gehen. "So verfolgen wir eine strikte Biolinie", versichert Haberfellner und verweist auf die Zusammenarbeit mit den "Waldviertler Viktualien" aus St. Martin bei Harbach.
Dieser Waldviertler Betrieb vertreibt Fleisch von ausschließlich artgerechter gehaltenen Rindern aus kleinen Herden mit Mutterkuh und Auslauf. Das natürliche Futter gebe dem Fleisch auch seinen speziellen Geschmack und seine typische Farbe. Künstliche Futterzusätze, Antibiotika und Hormone seien ausdrücklich verboten, bestätigt Geschäftsführer DI Hubert Leutgeb.

Barrierefreies Haus

Das Bildungshaus St. Hippolyt sei das einzig wirklich barrierefreie Haus in St. Pölten, versichert Direktor Haberfellner. Josef Schoisengeyer von "Club 81", einem verein zur Integration von Behinderten bestätigt, dass das Haus "nicht nur baulich, sondern auch menschlich" barrierefrei sei. So etwas sei "auch heute noch eine Seltenheit", erklärte er aus seiner Erfahrung. Der Club 81 hat sich die Integration von Behinderten zum Ziel gesetzt und hält bereits seit Jahren seine wöchentlichen Treffen im Bildungshaus St. Hippolyt ab.

Sommerfest im Bildungshaus

Diese Bildungseinrichtung einer möglichst breiten Bevölkerungsgruppe zu zeigen, veranstaltet das Haus am Sonntag, dem 18. Juni einen "Tag der offenen Tür", weist Petra König, Pädagogische Mitarbeiterin, hin. Unter dem Motto "Bildung anders kennen lernen" gibt es ein Sommerfest mit einem vielfältigen Programm mit Hausführungen, eigenem Kinderprogramm, Informations- und Gesprächsmöglichkeiten, offenem Singen und kulinarischen Angeboten aus der hauseigenen Küche. Etwa 1.000 Besucher werden dazu erwartet.