Behinderte Menschen bedürfen in besonderer Weise der Zuwendung

Bischof DDr. Klaus Küng hat zu den Vorkommnissen in der Pfarre Raxendorf, wo behinderten Menschen unlängst der Empfang der hl. Kommunion verweigert wurde, Stellung bezogen: "Behinderte Menschen bedürfen in besonderer Weise der Zuwendung… Es ist aber auf ihre spezielle Situation Rücksicht zu nehmen".
Diözesanbischof DDr.Klaus Küng hat zu den Berichten aus Raxendorf wie folgt Stellung genommen:

"Behinderte Menschen bedürfen in besonderer Weise der Zuwendung. Es ist wichtig, dass auch sie vermittelt erhalten: Gott liebt uns alle so wie wir sind. Er liebt auch sie, die Behinderten, und er will, dass wir sie lieben.
Behinderte Menschen sind nicht von der heiligen Kommunion ausgeschlossen. Für sie gelten im Prinzip die gleichen Bedingungen wie für alle Gläubigen. Es ist aber auf ihre spezielle Situation Rücksicht zu nehmen.
Die Teilnahme an der heiligen Kommunion setzt innere Bereitschaft und entsprechendes äußeres Verhalten voraus. Bei Behinderten ist freilich gerade diesbezüglich viel Verständnis nötig, auch auf die Würde des Sakramentes ist zu achten. Anscheinend gab es bei einer Eucharistiefeier in Raxendorf gewisse Probleme, vielleicht auch Missverständnisse.
In den nächsten Tagen wird es zu Gesprächen mit allen Beteiligten kommen mit dem Ziel, dass dadurch die nötige Klärung und gegenseitiges Verständnis erreicht werden."

Gegenüber dem ORF hat der zuständige Pfarrer P. Benedikt Triebl erklärt, dass aus seiner Sicht die betroffenen Behinderten dem Gottesdienst nicht folgen könnten. Für sie seien entsprechende Sonderkatechesen vorgesehen, was aber keine Diskriminierung darstelle.

In den nächsten Tagen soll es zu Gesprächen zwischen Pfarrer, Caritas und Bischof kommen.