Begeisterung motiviert

"So ein Großereignis ist ein wichtiger Motivationsschub", sagt Prof. Mag. Johann Simon Kreuzpointner vom Kirchenmusikreferat und Diözesankonservatorium der Diözese St. Pölten bei der Kirchemusikwoche "Laudate Dominum". "Diese Freude und Begeisterung werden von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern in ihre Arbeit in den Pfarren hinausgetragen." Die Kirchenmusikwoche feiert ihr 25-jahriges Jubiläum und findet heuer vom 4. bis 10. Februar im Bildungshaus St. Hippolyt in St. Pölten statt. Zum dritten Mal gibt es eine fruchtbare Zusammenarbeit des Kirchenmusikreferates der Erzdiözese Wien mit dem der Diözese St. Pölten: "Vor drei Jahren haben wir ein bisschen schüchtern mit fünfzig Teilnehmern angefangen, heuer haben wir einen Rekord von knapp hundert", freut sich Prof. Kreuzpointner. Die Zusammenarbeit zwischen den Diözesen habe eine "große Anziehungskraft" entwickelt. So konnten zu dieser Jubiläumsveranstaltung auch besonders hochkarätige Vortragende wie Univ.-Prof. Erwin Ortner (Chorleitung) und Univ.-Prof. Peter Planyavsky (Orgel) gewonnen werden.

Requiem von Maurice DuruflA im Dom von St. Pölten als Höhepunkt

Die Kirchenmusikwoche "Laudate Dominum" hat zwei Ansätze, wie Prof. Kreuzpointner erklärt. Zum einen werden den Teilnehmern Stücke "für die Praxis zu Hause" vermittelt. Auf der anderen Seite gibt es "Zuckerln, die man sonst nicht singen kann", so Kreuzpointner. "In einem Chor von fast hundert Stimmen hat man ein Erlebnis, das tief bewegt und motiviert."

So bildet die erstmalige Aufführung des Requiems von Maurice Duruflé in symphonischer Fassung am Freitag, 9. Februar, um 17 Uhr im Dom von St. Pölten den Höhepunkt der Seminarwoche.

"Musik bringt das Geheimnis näher"

"Kirchenmusik ist eine Sprache, der man sich nicht verschließen kann", betont Prof. Kreuzpointner. Das "Unsichtbare der Musik" habe die Macht einen Raum zu verwandeln und eine besondere Stimmung aufzubauen. Was im Gottesdienst geschehe, werde "dem Herzen näher gebracht", erläutert Kreuzpointner die wichtige Funktion der Kirchenmusik: "Das, was man nicht verstehen kann, dieses Geheimnis bringt die Musik näher."