Begegnung der Völker in St. Pölten

"Es gibt keine Fremden, sondern nur Menschen, die sich noch nicht begegnet sind", betonte Mag. Sepp Gruber von der Betriebsseelsorge in seinen Eröffnungsworten zum Fest der Begegnung am 11. Juni am Rathausplatz in St. Pölten. Die Betriebsseelsorge und andere kirchliche und soziale Vereine haben zu diesem Fest der Begegnung von Menschen, Völkern und Religionen geladen. Das Programm reichte von Folkloredarbietungen über Musik und Tänze aus verschiedenen Ländern bis hin zu Filmvorführungen, Konzerte und Diskussionen über Probleme der Migranten.


Bürgermeister Mag. Matthias Stadler wies hin, dass in der Stadt St. Pölten Menschen aus 104 Nationen leben, von Afghanen bis Zyprioten. Als große Herausforderung für die Zukunft nannte er ein Integrationskonzept, um einen Ausgleich zwischen Menschen und Kulturen zu schaffen.
Auch Bezirkshauptmann Dr. Josef Sodar unterstrich die Bemühungen, Völker, Kulturen und Religionen einander näher zu bringen und das gegenseitige Verstehen zu fördern. Er zeigte sich erfreut, dass dieses Fest der Begegnung bereits seit 14 Jahren stattfinde und damit Kontinuität beweise.
Auch Vertreter der islamischen sowie der evangelischen und katholischen Kirchen und Glaubensgemeinschaften begrüßten die Teilnehmer zu diesem Fest und riefen auf, gegenseitige Vorurteile abzubauen und "Brücken von Mensch zu Mensch" zu errichten, wie die evangelische Pfarrerin Mag. Bauke Leitner sagte. Generalvikar Msgr. Leopold Schagerl meinte: "Begegnung geschieht, wenn wir und gegenseitig in die Augen sehen, ins Gespräch kommen, uns die Hände reichen und so auch mit den Herzen zusammenfinden".