Begegnung - Austausch - Abenteuer

15 Jugendliche aus Niederösterreich machten sich Freitagmittag vom Bahnhof St. Pölten mit dem Bus auf den Weg nach Albanien. Im Rahmen eines "Social Workcamps" der CARITAS und der Katholischen SchülerInnenjugend haben sie zwei Wochen Zeit, die Lebenssituationen von Kindern und Jugendlichen in der Hauptstadt Tirana, sowie das Leben in entlegenen Dörfern kennenzulernen. Gemeinsam mit 15 albanischen Jugendlichen werden die Österreicherinnen und Österreicher in Bize, einem Dorf im Nordwesten des Landes, in Küstennähe, ihr "Basislager" in einem Pfarrzentrum beziehen. Wie in den ländlichen Regionen Albaniens durchaus üblich, ist Bize nur mit geländegängigen Fahrzeugen oder zu Fuß erreichbar.


Einblick in soziale Situation


In Tirana wird den Jugendlichen Einblick in die soziale Situation von Roma-Familien gewährt: Die TeilnehmerInnen besuchen Einrichtungen der Caritas St. Pölten, u.a. ein Tageszentrum für Straßenkinder und eine Romakinder-Betreuungseinrichtung. Gemeinsam werden sie drei Spielevents für jeweils 120 Kinder durchführen. Das Know How dazu bekommen die Jugendlichen bei einem Spielseminar in den ersten Tagen des Workcamps vermittelt.


"Neu ist heuer, dass eine Gruppe in der kleinen Ortschaft Drac in der Nähe von Bize Klassenräume einer alten Schule ausmalen und Fenster und Türen streichen wird", erzählt Projektleiter Lukas Steinwendtner von der Caritas St. Pölten.


Die Auslandshilfe der CARITAS St.Pölten und die Katholische SchülerInnenjugend veranstalten bereits seit einigen Jahren "Social Workcamps" in Ländern des Südens, um den österreichischen Jugendlichen Gelegenheit zu geben, die Not der Menschen an Ort und Stelle kennen zu lernen. Aus diesen Begegnungen entstehen oft spontane Hilfsaktionen und nachhaltige Selbstbesteuerungsgruppen.