Backstage - Jugendmesse im Theater

Einen "Blick hinter die Kulissen des Gottesdienstes" werfen - dazu wollte die diesjährige Diözesanjugendmesse Anregungen geben. Mehr als 250 Jugendliche waren Mitte Oktober an einen dafür ausgewählten Ort gekommen - in das Theater "Bühne im Hof" in St. Pölten. "Wir müssen hinaus und die Jugendlichen dort suchen, wo sie sind, sie in ihren Lebensräumen abholen und ernst nehmen", begründet Armin Haiderer, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Katholische Jugend, die Entscheidung für diesen Ort.


Tiefer blicken, hinter die Kulissen - das geschah auf der Bühne in der szenischen Umsetzung der Berufung Abrahams in ein modernes Wohnzimmer, wo Gott einen Menschen, der glaubt, alles erreicht zu haben und sich nun gemütlich ausruhen zu können, anspricht und von ihm verlangt, alles zurückzulassen. Oder dadurch, dass die Aussagen des Glaubensbekenntnisses mit Bildern auf der Videowand untermalt wurden. Damit setzt "Backstage" die Reihe jener Jugendgottesdienste fort, in denen seit 1999 "neue Feierformen gesucht werden, um die Botschaft Jesu in die heutige Zeit zu übersetzen", wie Markus Schmidinger, Organisationsreferent der Arbeitsgemeinschaft Katholische Jugend, betont.


"Die meisten von uns kennen kaum noch die Form der Messfeier vor 50 Jahren, und trotzdem tun wir uns schwer, die Eucharistie zu verstehen, obwohl wir die deutsche Sprache haben", stellte Pfarrer Mag. Peter Bösendorfer aus Amstetten-St. Stephan, in der Predigt fest. Die Eucharistiefeier habe eine lange Geschichte, manchmal sei etwas dazu gekommen oder auch wieder etwas weggelassen worden. "Christus will uns Brot sein", fasste Pfarrer Bösendorfer den Sinn der Messe zusammen. Und es gehöre zur Eucharistiefeier notwendig dazu, "dass wir, wenn wir hinaus gehen, selber Brot werden für andere".
LS