"Autofasten" geht weiter - "zum Wohl der Menschen und der Natur"

"Innehalten und umsteigen - zum Wohl des Menschen und der Natur". Das ist für Bischof DDr. Klaus Küng wesenlicher Inhalt des Aufrufs zum "Autofasten", einer Initiative der Erzdiözese Wien, der Diözesen Eisenstadt und St. Pölten sowie der Evangelischen Kirche Wien, Niederösterreich und Burgenland. Diese Aktion wird auch vom Land Niederösterreich im Rahmen des NÖ Klimaprogramms unterstützt. Bei einer Pressekonferenz im Sommerrefektorium des Bistumsgebäudes in St. Pölten stellte Bischof Klaus Küng diese Aktion als ein wichtiges Zeichen und wesentliches Signal in der heutigen Zeit vor. Man müsse versuchen, in der Hektik der Zeit "einen Gang zurückzuschalten" und aus dem Zeitgetriebe auszubrechen. Der Bischof erinnerte an den verstorbenen ehemaligen Wiener Weihbischof Florian Kuntner, der viele seiner Predigten beim Radfahren vorbereitet habe. Bei der Benutzung des Fahrrades könne man nicht nur die Landschaft besser und intensiver wahrnehmen, sondern auch die Natur schonen und gesund erhalten, sagte er.

Christen haben Verantwortung für Umwelt

Der evangelische Superintendent Paul Weiland wies in seinen Ausführungen auf einen Satz des ehemaligen evangelischen Theologen Dietrich Bonhoeffers hin: Für unser Tun sei es wichtig, "wie die kommenden Generationen leben werden können". Dabei, so Weiland, komme den Christen eine besondere Bedeutung und Verantwortung zu. Sie müssten das Bewusstsein für einen sensiblen Umgang mit den Lebenswesen pflegen und einmahnen; sie müssten eine Plattform dafür sein, dass sich viele Menschen mit diesen Fragen auseinandersetzen und sie müssten Beispiel für den rechten Umgang mit der Schöpfung geben. In der evangelischen Kirche sei man derzeit bemüht, Modelle für Formen zu entwickeln, wie unter bestimmten Sachgegebenheiten Energien eingespart werden können.

Autofasten - Bereicherung der Lebensqualität

Der Niederösterreichische Umweltlandesrat Josef Plank dankte den Kirchen für diese Initiativen und meinte, das Thema "Autofasten" sei nicht nur für die Fastenzeit relevant, sondern müsse im persönlichen Leben weiter entwickelt werden. Dies sei kein Verzicht auf Lebensqualität, sondern eine Bereicherung. Es gelte, das Rad im Alltagskurzstreckenverkehr verstärkt einzusetzen und dafür attraktiv zu machen, vor allem für die "kurze und schnelle Mobilität".

Im Rahmen der Pressekonferenz wurden drei Räder an die Gewinnerinnen und Gewinner der Aktion "Autofasten" übergeben. Es sind dies Barbara Holzer aus Grünbach am Schneeberg, Andrea Watz aus Wiener Neustadt und Mag. Heinrich Leineweber aus dem 5. Wiener Gemeindebezirk.