Aus dem Glauben gestalten Frauen Zukunft

Seit mehr als einem Jahrhundert sind in der Bewegung "Weltgebetstag" Frauen aus verschiedenen Kirchen in unterschiedlichen Lebenssituationen miteinander unterwegs und setzen sich aus dem Glauben heraus für eine gerechtere Welt ein. Der Ökumenische Frauenkreis St. Pölten lud aus diesem Anlass am 5. März zum Gottesdienst in die Kapelle des Bildungshauses St. Hippolyt. Die Textvorlagen für die Liturgiefeier hatten Frauen aus Panama gestaltet. "Aus dem Glauben gestalten Frauen Zukunft" war das Motto des ökumenischen Gottesdienstes. Zu Beginn wurde das heurige Schwerpunktland vorgestellt: Panama, ein Land das in Europa zumeist nur durch den zu Beginn des 19. Jh. erbauten Kanal zwischen Nord- und Südamerikanischem Kontinent bekannt ist.

Schwerpunktland Panama

In der Sprache der indigenen Bevölkerung bedeutet "Panama" Schmetterlings- oder Fischschwar". Das ist eine treffende Bezeichnung für dieses multiethnische Land. Das Zusammenleben von Mestizen, Mulatten, Weißen, Indigenas und Asiaten ist nicht immer spannungsfrei. Drogenhandel, hohe Arbeitslosigkeit, Landflucht und Korruption sind die Probleme.

Gott befähigt Frauen Zukunft zu gestalten

In den beiden Lesungen aus dem Alten und Neuen Testament wollten die panamaischen Frauen ihre Überzeugung ausdrücken, dass Gott zu allen Zeiten Frauen befähigt, Zukunft zu gestalten - auch in ihrem Land.

Fünf junge Frauen stellten die erste Lesung (Num 26,33 u. 27,2-11) dar: Die Erzählung handelte von den Töchtern des Zelofhads, die durch ihr Gottvertrauen und ihren Mut erreichten, dass Gott zu ihren Gunsten ein Gesetz änderte. Es wurde ihnen ermöglicht, als weibliche Nachkommen das Erbe - Grund und Boden ihres Vaters, der keine Söhne gehabt hatte - in Besitz zu nehmen.

Die zweite Lesung aus dem Evangelium nach Johannes (Joh 20,1-18) handelte von Maria von Magdala, die vom auferstandenen Christus den Auftrag erhielt "Apostolin der Apostel" zu sein.

Die evangelische Pfarrerin Mag. Baukje B. Leitner-Pijl ging in ihrer Predigt auf die Bedeutung von Namen in der Hl. Schrift und insbesondere in den beiden Lesungen ein. Wie Maria von Magdala wäre jede Frau beim Namen gerufen.

Kollekte für Frauenprojekte

Die Kollekte kam auch Frauenprojekten in Panama zugute. 2004 sollen dort von der Bewegung Weltgebetstag Koch- und Backkurse für Frauen in großer Armut, Computerkurse in einem Mädchenheim für sexuelle Missbrauchsopfer, Workshops zur Erhaltung der kulturellen Identität indigener Gruppen und berufsbildende Kurse für junge Indios gefördert werden.

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