Augustsammlung 2005: Ein Zuhause für Menschen in Not

Pfarrer Sepp Pichler ist seit 1992 Missionar in der Diözese Koforidua in Ghana. Zunehmend ist er mit der Problematik unversorgter Aidswaisen konfrontiert. Im Vorjahr konnte er mit Hilfe der Augustsammlung von Caritas und Kath. Männerbewegung in Afosu ein Haus für 50 Kinder errichten. Er ist einer der Partner der Caritas St. Pölten, die vor Ort einen effizienten und nachhaltigen Einsatz der Spendengelder für Menschen in Not garantieren. Bei der Heurigen Augustsammlung wird für Projekte in Ghana, Pakistan, Senegal und im Sudan gesammelt. Der Afrikamissionar Sepp Pichler befindet sich derzeit auf Heimatbesuch in St. Pölten. Bei einem Pressegespräch der Caritas erzählt er von seiner Arbeit mit den Ärmsten: In seiner Diözese liegt die Infektionsrate mit Aids bei über sieben Prozent. Die Krankheit macht viele Kinder zu Waisen. Nachdem mit Mitteln aus der Sammlung 2004 bereits ein Haus errichtet wurde, soll heuer 120 Waisenkindern, die bei Pflegefamilien leben und besonders bedürftig sind, Hilfe zuteil werden: Es geht um die Finanzierung von Schulgebühren, Schulsachen, einem warmen Essen pro Tag und der medizinischen Versorgung. Die Kosten für das Programm belaufen sich auf 55.000 Euro pro Jahr - 456 Euro für ein Kind. Mit 20 Euro sind die Schulmaterialien für ein Kind finanziert.


Das Engagement von Menschen wie dem niederösterreichischen Missionar in Ghana erleichtert die Arbeit der Caritas und garantiert einen nachhaltigen Einsatz der Mittel, erklärt Auslandsbeauftragter Erwin Eder.


Weitere Projekte in Pakistan, Senegal, Sudan


In Pakistan lässt man bereits seit 2001 den Müllmenschen von Karatschi Unterstützung zuteil werden. Hier setzt man auf die Zusammenarbeit mit der Ordensschwester und Lepraärztin Ruth Pfau. Auf einem drei Haktar großen Areal entstehen 300 Häuser für 3.000 Müllmenschen, eine Schule, ein Gemeindezentrum und eine Gesundheitsstation.


Weitere Projekte, die aus der Augustsammlung 2005 finanziert werden, sind der Neubau und die Ausstattung von neuen Gesundheitsstationen in der Region Kedougou in Ostsenegal, sowie die Sicherung von Notquartieren für Flüchtlinge im Sudan, wo in der Krisenregion Darfur immer noch zwei Millionen Menschen als Flüchtlinge leben. Täglich suchen dort weitere Familien Schutz in den ohnehin überfüllten Camps. Auf der Flucht vor den Reitermilizen haben viele Kinder oft furchtbares mitgemacht.


Die Augustsammlung wird heuer bereits zum 33. Mal durchgeführt. "Im Vorjahr wurde in unserer Diözese die beachtliche Spendensumme von 300.000 Euro aufgebracht", freut sich Caritas-Direktor Friedrich Schuhböck. Für die Projekte der Caritas St. Pölten kann in den Pfarren oder per Erlagschein bei Geldinsituten gespendet werden:
Kennwort: "Augustsammlung 2005", Empfänger: Caritas der Diözese St. Pölten 3100 St. Pölten, PSK-Kto. 2448000, BLT 60000.


Caritas der Diözese St. Pölten