Aktion im Einkaufszentrum am "Tag der Arbeitslosen"

In den Einkaufszentren St. Pölten und Amstetten führte der Arbeitslosenfonds der Diözese St. Pölten, die Kath. Arbeitnehmerbewegung und Kath. Arbeiterjugend am "Tag der Arbeitslosen", dem 30. April von 10 bis 17 Uhr eine Informationskampagne zum Thema Arbeitslosigkeit durch. Bei dieser Aktion "Trampolin statt Hängematte" brachten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor allem die Jugendarbeitslosigkeit ins Gespräch. "Die sogenannte "soziale Hängematte" ist keine Matte um sich auszuruhen, sondern ein weitmaschiges und löchriges Netz geworden", sagt Gerda Koller, Koordinatorin des diözesanen Arbeitslosenfonds.
Derzeit seien über 60.000 Jugendliche in Österreich ohne Arbeit. Neben finanziellen Einbußen und sinkendem Lebensstandard haben Arbeitslose vermehrt psychosomatische Beschwerden, Depressionen, Zukunftsängste und Verlust des Selbstwertgefühls. "Dringender Handlungsbedarf ist gefordert", meint Koller.
Politiker sollen daher direkt aufgerufen werden, effektive Maßnahmen zu setzen und Jugendliche, die bereits Erfahrung mit Arbeitslosigkeit gemacht haben, sollen ihre Meinungen, Forderungen und Überlegungen in einem SMS den zuständigen Politikern senden und sie nochmals an ihre Versprechungen vor der Wahl erinnern. Dafür wurde für die kommenden Wochen eine Servicenummer unter 0664/6600356 eingerichtet. Diese Aktion soll bis Ende Juni weitergeführt werden.