Abt Haidinger: "Ohne neue Wege geht es nicht"

"Es ist wichtig, die Zeichen der Zeit zu erkennen, aber nicht dem Zeitgeist zu erliegen", sagte der Abt des Stiftes Altenburg, Mag. Christian Haidinger, beim Waldviertler Bauerntag der Katholischen Männerbewegung am Aschermittwoch im Stift Zwettl. "Wir können nicht mit früheren Worten heute das Evangelium erklären", erklärte Haidinger und begrüßte in diesem Zusammenhang die Erstellung des neuen Pastoralplanes für die Diözese St. Pölten. "Es gibt sicher viele Widerstände, aber ohne neue Wege geht es nicht." Im Zusammenhang mit dem aktuellen Priestermangel verwies der Abt auf Entwicklungsländer, wo von einem Priester sehr große Gebiete mit vielen Gläubigen betreut würden. In der Diözese St. Pölten hingegen gebe es viele kleine Pfarren mit nur 200 bis 800 Gläubigen. "Hier wird es in Zukunft ohne übergreifende Zusammenarbeit nicht gehen", betonte Haidinger und wies darauf hin, dass Änderungen und Anpassungen rasch geschehen müssten: "Wir dürfen nicht die Asche hüten, sondern das Feuer weitergeben."