Abt Bertrand Baumann verstorben

Nach einem erfüllten Leben als Priester und Ordensmann ist der Zwettler Alt-Abt Bertrand Baumann am 17. Februar 2006 verstorben.
Abt Bertrand wird am Freitag, den 24. Februar 2006 im Kapitelsaal aufgebahrt. Am Samstag, den 25. Februar 2006, wird um 13.30 Uhr das Requiem gefeiert und Abt Bertrand am Klosterfriedhof beigesetzt. Abt Bertrand wurde am 24. Juni 1917 in Traunstein geboren, war Sängerknabe im Stift Zwettl und maturierte 1936 in Schlierbach. Nach dem Eintritt in Stift Zwettl legte er 1937 die einfache Profess ab und studierte Theologie in Heiligenkreuz. 1940 wurde er zur Wehrmacht eingezogen. Die Wirren und Schrecken des Krieges hinterließen in seinem ganzen Leben tief greifende Spuren. Nach einer abenteuerlichen, geglückten Heimkehr erneuerte er seine Profess, empfing 1947 die Priesterweihe und schloss ein Jahr später sein Studium im Canisianum in Innsbruck ab.

Sein seelsorgliches Wirken begann er als Kaplan in Großschönau und setzte es in der Stiftspfarre fort. Nach der Leitung des Exerzitienhauses und des Bauamtes wurde ihm die Administration des stiftseigenen Weingutes Gobelsburg übertragen. Seit 1967 übernahm er zusätzlich die Seelsorgsarbeit in Hohenwarth und Gr. Riedenthal, ab 1977 in der Pfarre Gobelsburg. Am 4. Februar 1980 wurde er zum 66. Abt des Stiftes gewählt.

Für seine Verdienste wurden ihm Auszeichnungen seitens der Kirche, des Landes Niederösterreich und des Bundes verliehen.

Mit Vollendung des 75. Lebensjahres legte Abt Bertrand 1992 sein Amt als Abt zurück, stand aber für Aushilfen in der Seelsorge weiterhin zur Verfügung. Als einen späten Höhepunkt seines Lebens betrachtete er seine Tätigkeit als Moderator in den Pfarren St. Wolfgang und Spital.

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