Abschiedsvorlesung von P. Ildefons Fux

P. Dr. Ildefons Manfred Fux OSB hielt seine Abschiedsvorlesung an der Theologisch Philosophischen Hochschule der Diözese St. Pölten. P. Ildefons unterrichtete von 2001 bis 2007 Spirituelle Theologie. Der emeritierte Dozent feiert nächstes Jahr seinen 70. Geburtstag. Sein Nachfolger wird der Wiener Diözesanpriester Dr. Christoph Benke, zur Zeit Seelsorger und geistlicher Leiter des Zentrums für Theologiestudierende.

Forschungsschwerpunkte von P. Ildefons Fux waren die Herz-Jesu-Verehrung und die Hagiographie, Lebensbeschreibungen von Heiligen. So war das Thema der Abschiedsvorlesung "Das geistliche Antlitz der heiligen Gertrud von Helfta", einer großen Herz-Jesu-Mystikerin des 13. Jahrhunderts. "Man muss dem Volk die Mystik wieder geben, will man die Irrlehren zurückdrängen", zitierte P. Ildefons aus dem "Legatus divinae pietatis" (Gesandter der göttlichen Liebe), einem Hauptwerk der hl. Gertrud, das erst im 16. Jahrhundert wieder entdeckt wurde. Die hl. Gertrud erlebte den Herrn "wohnhaft in ihrem Herzen" und wurde so zu einem "lebendigen Tabernakel, einem Brautgemach für den Herrn", wie P. Ildefons ausführte. Die in der Gottesliebe erkaltete Welt sollte dadurch wieder zu Gott geführt werden.