Ablasskirchen im Paulusjahr

Allen Pilgern, die im Paulusjahr 2008/2009 das Grab des Völkerapostels in St. Paul vor den Mauern in Rom besuchen, wird ein vollkommener Ablass nach den üblichen Bedingungen gewährt.
Der Ablass kann auch in jenen Kirchen erlangt werden, die der zuständige Bischof dafür festlegt. Dies sind in der Diözese St. Pölten die Kirchen Krems - St. Paul, Drosendorf-Altstadt, Michelhausen, Oberwölbling, Weitra (Juli/August wegen Renovierung geschlossen), Klosterkirche Waidhofen/Ybbs und die Stiftskirche Melk. Der Ablass gehört seit alters her zur Bußpraxis der Kirche. Er ist ein Akt der Versöhnung und eine spirituelle Hilfe, damit jene Verwundungen durch die Sünden, an denen der Mensch auch nach der Vergebung noch leidet, "heilen" können.

Die Grundvoraussetzung zur Erlangung eines Ablasses ist eine rechte Gesinnung. Die innere Umkehr, die neue Ausrichtung auf Gott, nimmt in den Werken der Umkehr auch konkrete Gestalt an.

Für den Empfang des Jubiläumsablasses sind die sakramentale Beichte, die Teilnahme an der Eucharistie und ein Gebet nach Meinung des Heiligen Vaters als Zeugnis der Gemeinschaft mit der Kirche vorgeschrieben. Hinzukommen sollen Handlungen der Nächstenliebe, die jene echte Umkehr des Herzens zum Ausdruck bringen, zu der die Gemeinschaft mit Christus in den Sakramenten hinführen.

Kranke können den vollkommenen Ablass erlangen, indem sie sich den Feierlichkeiten zu Ehren des heiligen Paulus im Gebet anschließen. Das Paulusjahr wurde am 28. Juni 2008 von Papst Benedikt XVI. eröffnet und dauert ein Jahr.

Fotos (von oben nach unten):
Pfarrkirche Oberwölbling, Pfarrzentrum Krems - St. Paul, Pfarrkirche Weitra, Klosterkirche Waidhofen/Ybbs.