Abendliches Benefizkonzert für Maria Taferl

Mit einem Benefizkonzert der Militärmusik Niederösterreich zugunsten der Renovierung der Basilika Maria Taferl setzte der "Verein zur Erhaltung der Basilika Maria Taferl" am Abend des 6. Juni seine jüngste Aktion für diesen Wallfahrtsort.
Derzeit wird das Kuppelfresko restauriert. Die Militärmusik Niederösterreich unter Leitung von Oberst Anton Pistotnik brachte am Platz vor der Basilika Werke von Strauß bis Ziehrer. Die mehr als 500 Gäste wurden in der Pause mit Gemüseeintopf aus der "Gulaschkanone" versorgt.
Der Vorsitzende des Vereins und Generaldirektor der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien, Mag. Erwin Hameseder, gab einen Rechenschaftsbericht über die Tätigkeit des Vereins. Seit seiner Gründung 2003 wurden fast 500.000 Euro aufgebracht. Veranstaltet wurden bisher zwei Donauwallfahrten von Melk nach Marbach, zwei Benefizkonzerte mit der Militärmusik, zwei Golfturniere, eine Oldtimerfahrt und ein Adventkonzert. Das Ziel zu erreichen, etwa 20 Prozent der gesamten Renovierungskosten aufzubringen, zeigte sich Hameseder zuversichtlich. In diesem Jahr werden noch im August eine Oldtimerfahrt organisiert, am 23. September die nächste "Donauwallfahrt" und vor Weihnachten wieder ein Adventkonzert, wies er hin.
Auch Bürgermeister Herbert Gruber, der neben Bezirkshauptfrau Dr. Elfriede Mayrhofer auch Generalmajor Johann Culik und Bundesrat Alfred Schöls begrüßen durfte, zeigte sich mit dem Fortgang der Arbeiten zufrieden. "Wie liegen zeitmäßig und budgetär im Zeitplan", versicherte er. Derzeit werde die Kuppel, die Schatzkammer und ab Mitte Juni auch die Kanzel renoviert. Die Kosten dafür betragen etwa 650.000.- Euro, wobei das Land NÖ 200.000.- und der Bund bereits 120.000.- Euro zugesichert haben. Den Rest werden Diözese, Gemeinde, Pfarre und der Verein aufbringen. "Ein Netzwerk vieler Hände ist notwendig, dieses Kulturgut zu erhalten", unterstrich er.

Der Obmann des Pfarrgemeinderates Christian Schüller führte durch die Basilika und erläuterte die aktuellen Restaurierungsarbeiten. So wurde die Sakristei bereits saniert, ein WC eingerichtet sowie Warmwasser und eine Heizung eingeleitet. Seit einigen Wochen ist auch die Alarmanlage neu installiert. Die Kunstwerke der Basilika sind wieder "absolut sicher", betonte er.
Die Hauptarbeit sei derzeit die Renovierung der Kuppel mit 12 Metern Durchmesser, 6 Metern Höhe und 250 Quadratmetern Fresken aus den Jahren 1714 - 1718 von Antonio Beduzzi und seinen Mitarbeitern. Die Restaurierungsarbeiten an den Fresken werden vom Team akademischer Restauratoren, Mag. Edgar Mandl, Mag. Margit Blümel und Mag. Katja Unterguggenberger durchgeführt, die bereits die Fresken im Altarraum saniert haben.
In der Schatzkammer werden die Vitrinen für die Votivgaben restauriert und wieder auf den Zustand von 1830 gebracht, wie Restaurator Wolfgang Hebenstreit erklärte. Mit der Renovierung des anschließenden Oratoriums habe man einen zusätzlichen Raum gewonnen, wies Schüller hin. Dort soll im April kommenden Jahres zur Eröffnung der Schatzkammer die Sonderausstellung "Die Votivgaben des Kaiserhauses" gezeigt werden. Eine bedeutende Votivgabe dieser Art sind Teile des Brautkleides von Kaiserin Elisabeth, die seit 1868 in Maria Taferl aufbewahrt werden.

Vom 4. bis 13.Juli wird die Basilika wegen Begasung gegen Holzwurmbefall völlig gesperrt werden. In dieser Zeit werden die Sonntagsmessen im großen Pfarrsaal hinter der Schule gefeiert.