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Heiliger Nikolaus
Adventkranz
 
 

80 Jahre Missions-Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft (MIVA)

Am 22. März 1927 wurde vom fliegenden Pater Paul Schulte OMI in Köln die Missions- Verkehrs- Arbeitsgemeinschaft (MIVA) gegründet. Aus Anlaß des 80-jährigen Bestehens lädt die MIVA am 21. Oktober 2007 zu einer Jubiläumswallfahrt nach Maria Taferl ein.

Den Auftakt der Feierlichkeit bildet die Festmesse um 10.00 Uhr in der Basilika, zelebriert von Provinzial P. Dr. Thomas Klosterkamp OMI mit einer Predigt von Prälat Mag. Josef Ahammer, Präsident der MIVA Österreich. Um 13.00 Uhr lädt die MIVA Österreich gemeinsam mit dem Marianischen Missionswerk zu einem Informationsprogramm in den Pfarrsaal. Anschließend finden die Segnung von 8 MIVA-Fahrzeugen und eine allgemeine Fahrzeugsegnung statt. Den Ausklang bildet um 15.00 Uhr die Schlußandacht in der Basilika.

Der "fliegende Pater"

Die MIVA-Idee ist das Produkt eines frühen Todes. Am 23. Juni 1925 erlag der deutsche Missionar Otto Fuhrmann OMI im Norden Namibias, des damaligen Deutsch-Südwestafrika, einer Malariaerkrankung, zu der auch noch eine Lungenentzündung gekommen war. Einheimische wollten ihn retten und trugen ihn in fünf Tagesmärschen in das nächstgelegene Spital. Doch jede Hilfe kam zu spät. Fuhrmanns Freund aus Studienzeiten, Paul Schulte - auch er ein Oblate der makellosen Jungfrau Maria (Oblati Mariae Immaculatae, OMI) - erkannte daraufhin, dass die Motorisierung der Missionen ein Gebot der Stunde war. Die MIVA (Missions- Verkehrs- Arbeitsgemeinschaft) sollte diese Motorisierung vorantreiben. Schulte wollte Priestern, Schwestern und Ärzten helfen, entlegene Ortschaften regelmäßig zu erreichen. Gleichzeitig bedeutete ein Flugzeug oder - später noch wichtiger - ein Geländewagen die Möglichkeit, gegebenenfalls rechtzeitig ein Krankenhaus zu erreichen.

Paul Schulte hatte kurz vor dem Ende des Ersten Weltkriegs fliegen gelernt. Als "fliegender Pater" war er den Medien bald ein Begriff. Innerhalb weniger Jahre gelang es ihm, mehr als 100.000 MIVA-Mitglieder zu gewinnen. 1932, fünf Jahre nach der Gründung in Deutschland, startete die MIVA Schweiz, drei Jahre später wurde die MIVA Niederlande aus der Taufe gehoben. 1971 stand sie bei der Gründung der MIVA USA Pate.

Dreikönigsaktion und Christoporusaktion

Am 22. Oktober 1949, wurde im oberösterreichischen Stift Lambach die österreichische MIVA gegründet. Initiator und legendärer erster Geschäftsführer war Karl Kumpfmüller aus Stadl-Paura, wo sich der Sitz der MIVA auch heute noch befindet. Kumpfmüller gab den Anstoß zur Erneuerung des Sternsingens in der "Dreikönigsaktion" und hatte auch die Idee zur "Christophorusaktion", die für die MIVA die wichtigste Spendenquelle darstellt. Die MIVA ist in allen österreichischen Diözesen vertreten und finanziert jährlich Fahrzeuge in aller Welt mit einem Gesamtwert von rund vier Millionen Euro. Seit der Gründung wurden mehr als 18.000 Fahrzeuge beschafft.


MIVA-Spendenkonto: PSK 1.140.000