79. "Autofahrer-Wallfahrt" nach St. Christophen

"Pastoral auf der Straße" ist im bekannten Christophorus-Wallfahrtsort St. Christophen im Wienerwaldes nichts Neues. Seit 1928 pilgern hunderte Verkehrsteilnehmer Jahr für Jahr zu ihrem Patron und bitten um Segen für sich und ihr Fahrzeug.
Christophorus-Wallfahrt 15. Juli, St.Christophen: 10 Uhr hl. Messe mit Prl. Josef Wansch, anschließend Segnung der Verkehrsteilnehmer und ihrer Fahrzeuge.Vor kurzem hat der Vatikan in einem pastoralen Schreiben "10 Gebote für Autofahrer" veröffentlicht. Er will damit die motorisierten Verkehrsteilnehmer zu mehr Verantwortungsbewußtsein im Straßenverkehr, zu Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft anregen.

Was in dem Dokument aus dem Vatikan jetzt angesprochen wird, geschieht bei der alljährlichen Autofahrer-Wallfahrt in St. Christophen im Wienerwald bereits seit Jahrzehnten. Dort versammeln sich um das Fest des Autofahrer-Schutzpatrons Christophorus (am 24. Juli) alljährlich hunderte Autofahrer und Motorradlenker, um Einkehr zu halten und Kraft für den stressigen Verkehrs-Alltag zu tanken.

Heuer findet die Autofahrer-Wallfahrt in St. Christophen am Sonntag, d. 15. Juli statt. Prälat Josef Wansch aus St. Pölten wird sie leiten. Die Feier beginnt um 9.30 Uhr mit der Begrüßung der motorisierten Wallfahrer bei der Christophorus-Statue am Ortseingang, um 10 Uhr wird die Wallfahrermesse unter freiem Himmel gefeiert und im Anschluss daran der traditionelle Christophorussegen gespendet.

Ältester Autofahrer-Wallfahrtsort
Der erste motorisierte Wallfahrer in St. Christophen war der Wiener Taxichauffeur Viktor Heidrich, der im Sommer 1928 den damaligen Pfarrer von Christofen, Karl Koch, bat, sein Auto zu segnen. Heidrich hatte während eines Aufenthalts in Frankreich in der Normandie den Brauch der Christophorus-Wallfahrten kennen gelernt. Ab den 30-er Jahren ist er zum Christophorusfest mit vielen Freunden immer wieder nach St. Christophen gekommen, der damit zum ältesten Autofahrer-Wallfahrtsort Österreichs wurde.