72 Stunden ohne Kompromiss

Einen Spielplatz für ein Mutter-Kind-Haus schaffen, interkulturelle Begegnungsfeste organisieren, Friedhöfe restaurieren oder einen Ausflug mit Jugendlichen mit besonderen Bedürfnissen vorbereiten – auf jeden Fall die Ärmel hochkrempeln und das 72 Stunden lang - ohne Kompromiss: Am Mittwoch, den 22. Oktober startet Österreichs größte Jugendsozialaktion in die vierte Runde. „72 Stunden ohne Kompromiss“ ist eine Aktion der Katholischen Jugend Österreich in Zusammenarbeit mit youngCaritas und Hitradio Ö3.

Insgesamt sind rund 5000 Jugendliche in mehr als 400 Einzelaktionen im Einsatz für einen sozialen, entwicklungspolitischen oder ökologischen Zweck. Dabei zeigen sie, dass soziales Engagement Spaß macht und wie einfach es ist, zu helfen und so ein kleines Stück Realität zu verändern. In diesem Jahr steht das Projekt besonders im Zeichen des interkulturellen Dialogs und der Gedenkarbeit.

„Viele Einzelpersonen, zahlreiche Jugendgruppen, Schulklassen und erstmalig sogar ganze Schulen sowie einige Lehrlingsbetriebe haben sich angemeldet“, freut sich der Vorsitzende der Katholischen Jugend Österreich, Peter Gebauer: „Das Spannende dabei: Die Mädchen und Burschen wissen großteils nicht, was auf sie zukommt. Sie erfahren erst an Ort und Stelle, welche Aufgabe sie innerhalb dieser drei Tage erfüllen sollen.“

Als „Quelle der Inspiration, auch für uns Bischöfe“ bezeichnet Jugendbischof Franz Lackner die Aktion: „Jugendliche, die sich freiwillig für eine gute Sache einsetzen, sind Hoffnungsträger für unser Land! Sie stellen sich freiwillig in den Dienst der guten Sache, engagieren sich kompromisslos und leben uns somit vor, was es heißt, im Geist der Nächstenliebe zu handeln.“

„Die tausenden Jugendlichen, die bei der Aktion 72 Stunden ohne Kompromiss mitmachen, verwandeln damit Österreich in ein Meer der Mitmenschlichkeit“, unterstreicht Caritas-Präsident Franz Küberl: „Eine kürzlich veröffentlichte Studie der EU sagt, dass heimische Jugendliche im Spitzenfeld liegen beim Alkoholkonsum und dem Verzehr von Süßigkeiten. Ich sage: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den 72-Stunden ohne Kompromiss sind Spitzenreiter der Solidarität.“

Auch heuer unterstützt Hitradio Ö3 die Aktion wieder mit dem „Pleiten-, Pech- und Pannendienst“, der den Jugendlichen dabei hilft, scheinbar unlösbare Aufgaben schlussendlich doch zu bewältigen. Zusätzlich zeigen rund 20 junge webcast-Reporter in kurzen Videoberichten auf oe3.ORF.at bzw. religion.ORF.at , wo überall Jugendliche "Österreich zum Schauplatz gelebter Solidarität" machen. Täglich ab 19.45 Uhr liefert religion.ORF.at/webcast zusätzlich zur aktuellen Berichterstattung eine 15-minütige Tageszusammenfassung.

Foto: "Jugendbischof" Lackner mit Freiwilligen der Aktion "72 Stunden ohne Kompromiss"

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