40 St. Pöltener Ministranten bei der Papstmesse

"Der Papstbesuch und die Ehre dabei ministrieren zu dürfen bedeuten für mich sehr viel", sagt Kurt Paul Marcik aus Waidhofen/Ybbs, einer der 40 Ministranten, die aus der Diözese St. Pölten bei der Papstmesse in Mariazell dabei sein werden. Ihre Aufgabe ist es, die Kommunionsspender mit Schirmen zu begleiten - nicht nur bei Regenwetter, sondern als weithin sichtbares Zeichen für alle Pilger, wo die Kommunion gespendet wird.

Kurt Paul Marcik hatte schon eine persönliche Begegnung mit Benedikt XVI. Der damalige Kardinal Ratzinger war im August 2003 in Bad Hofgastein auf Kur, wo auch Marcik mit seiner Familie auf Urlaub war. Der heute 18-jährige Ministrant erinnert sich: "An einem Sonntag war dort in der Pfarrkirche eine Nachprimiz, bei der Kardinal Ratzinger mitgefeiert hat. Bei der anschließenden Agape nahm ich dann die Gelegenheit wahr, mit ihm zu sprechen." Sie plauderten über Kurts Firmung und der Kardinal fragte, ob er nicht Priester werden wolle. Auf die Verlegenheit des Burschen reagierte der spätere Papst "sehr nett" und meinte: "Naja, das lassen wir dem lieben Gott über."

Marcik hat von dieser Begegnung "einen sehr positiven Eindruck" vom heutigen Papst mitgenommen: "Er wirkte auf mich sehr nett und warmherzig." So war es für den Waidhofener Ministranten auch "eine große Freude" als Kardinal Ratzinger 2005 zum Papst gewählt wurde. Für den Besuch von Benedikt XVI. in Mariazell erwartet sich Marcik "ein großes Fest des Glaubens" und spekuliert: "Vielleicht ergibt sich ja, wenn ich Glück habe, eine Möglichkeit mit dem Heiligen Vater zu sprechen und ihn zu fragen, ob er sich noch an unsere Begegnung erinnern kann - auch wenn das etwas unwahrscheinlich ist."

Insgesamt nehmen genau 400 Ministrantinnen und Ministranten aus allen 10 Diözesen Österreichs (inklusive Militärdiözese) an der Papstmesse teil. Von den 40 Mädchen und Burschen, die die Diözese St. Pölten stellt, kommen je 8 aus den Pfarren St. Valentin, Schönbach/Kirchbach, Haag und St. Andrä/Hagental sowie je 4 aus den Pfarren Krems-St. Veit und Waidhofen/Ybbs.

Am Vormittag des 7. September treffen die verschiedenen Gruppen zu einer gemeinsamen Probe in Mariazell ein. Am Nachmittag geht es nach Kapfenberg, wo die Ministranten nach dem gemeinsamen Abendlob und einem Kinobesuch übernachten. Am 8. September ist bereits um 6.30 Abfahrt nach Mariazell, wo es bis zum Beginn der Papstmesse ein eigenständiges Pfarrprogramm gibt.

Alle Ministrantinnen und Ministranten werden einheitlich mit einer weißen Albe und Zingulum bekleidet sein. Die Albe (von lateinisch alba: die weiße) ist ein aus der antiken Tunika hervorgegangenes, knöchellanges Gewand aus weißem oder heute auch naturfarbenen Leinen. Die Albe wird traditionell mit einem Zingulum (von lat. cingulum: Gürtel) geschürzt und zusammengehalten.