25 Jahre Caritas Werkstatt Braunegg

"25 Jahre Caritas Werkstatt Braunegg. Das ist Arbeitsförderung mit berechtigtem und hoffnungsfrohem Blick in die Zukunft", so Caritas Direktor Friedrich Schuhböck beim Festakt Ende Juni im Feuerwehrhaus Braunegg. Schuhböck betonte damit die Balance zwischen Menschlichkeit, Fachlichkeit und politisch verträglicher Ökonomie. 1982 wurde das Caritas Tagesheim (heute Caritas Werkstatt) in der ehemaligen Volksschule Braunegg für knapp ein Dutzend Tagesheimbesucher eröffnet. Heute arbeiten 51 Menschen mit Behinderungen und zehn Caritas Angestellte in der Werkstatt. Früher stand Beschäftigung und Basteln mit Holz, Papier, Textilien sowie Korbflechten und Weben im Mittelpunkt. Heute werden die Schwerstbehinderten in zwei eigenen Gruppen (Basal-Gruppen) betreut.
In den Produktionsteams entstehen moderne Tiffany-, Keramik- und Holzwerkstücke, die bei Weihnachts- und Pfingstausstellungen in Braunegg verkauft werden. Ein mobiles Auftragsteam, das im neuen Caritas Wohnhaus in Raxendorf untergebracht ist, übernimmt Arbeiten von Firmen, Gemeinden und Privathaushalten wie etwa Haus- und Gartenpflege sowie Instandhaltungen. Ein Mitarbeiter ist tageweise im Bauhof der Gemeinde Raxendorf beschäftigt. "Und ab Herbst 2007 wird eine Außengruppe das Schulbüffet in der Volks- und Hauptschule Spitz übernehmen", freut sich Caritas Werkstattleiterin Elisabeth Spatt.

Bezirkshaptmann Elfriede Mayrhofer aus Melk zeigte sich froh über die Arbeit der Caritas für Menschen mit Behinderung. Neben St. Leonhard am Forst ist Braunegg "ein wichtiger Standort im Bezirk”. Von der Stadt Ybbs und von 22 Gemeinden im südlichen Waldviertel werden die Menschen mit Behinderungen täglich in die Werkstatt nach Braunegg gebracht, was in Summe eine tägliche Fahrtstrecke von 1075 Kilometern ergibt.

Der Raxendorfer Bürgermeister Johann Stadler dankte allen Beteiligten für ihr Engagement und auch dem Land NÖ, vertreten durch Inspektionsrat Rudolf Gruber von der NÖ Sozialabteilung. Caritas Direktor Schuhböck abschließend: "Sowohl die Vertreter des Landes, der Bezirkshauptmannschaft und der Gemeinde unterstützen unsere Arbeit mit drei H: Hand, Herz und Hirn."

Auszeichnung beim Festakt
Sieben Menschen mit Behinderungen, die bereits seit 25 Jahren in der Caritas Werkstatt arbeiten, Johann Bock, Anneliese Hintersteiner, Adolf Müller, Josef Wilhelm, Monika Gruber, Günter Langthaler und Gertrude Maurer, wurden ausgezeichnet. Ebenso vier Raxendorfer Gemeindebürger, die seit vielen Jahren die Werkstatt tatkräftig unterstützen: Herbert Stadler, Herbert Strauß, Franz Auferbauer und Leopold Schmid.