Welle der Hilfsbereitschaft für die Ukraine

St. Pölten, Amstetten, Gaming, Yspertal, Krems, Seitenstetten (dsp/mb) Schülerinnen und Schüler sowie ihre Lehrkräfte wollen die Hilflosigkeit in der Ukraine nicht untätig ansehen. Sie organisieren zahlreichen Aktionen, um dieser Eskalation der Aggression entgegenzutreten und zu helfen.

Stiftsgymnasium Seitenstetten sammelt

Jeden Tag erreichen uns erschütternde Aufnahmen von flüchtenden Menschen, die ohne eine Perspektive in Rumänien, Polen, Deutschland und Österreich ankommen. Deshalb war es für die Schülerinnen und Schüler des Stiftsgymnasiums Seitenstetten ein großes Anliegen zu helfen. In Zusammenarbeit mit „ora Kinderhilfe international“, einer Stiftung, die sich seit 1981 weltweit für Kinder in Not einsetzt, wurden Spenden im Stiftsgymnasium Seitenstetten für die flüchtigen und bedürftigen Menschen aus der Ukraine gesammelt. Organisatoren dieser Aktion waren die Schülerinnen und Schüler der 7. Klasse. In nur vier Tagen wurden ca. 120 Familienpakete zusammengestellt und 1000 Euro Geldspenden gesammelt. Die Hilfspakete enthielten nicht nur dringend benötigte Lebensmittel, Hygieneartikel und Spielsachen, sondern auch persönliche Zeichnungen, Stofftiere, also auch Spenden fürs Herz. Die Pakete wurden zu einer Ora-Sammelstelle nach Ardagger gebracht. Das Ziel war, vor allem den Kindern, die durch den Krieg ihr Zuhause verloren haben, zu helfen und ihnen das Gefühl zu geben, nicht im Stich gelassen zu werden. Ein gutes Gefühl für alle.

Die Schulgemeinschaft der privaten Mittelschule in Amstetten hat ebenfalls bereits etliche Friedensinitiativen und Hilfsprojekte gestartet.

Spendenaktion in Gaming

Natalia Hass Veres, Lehrerin an der Volksschule Gaming, hat eine Spendenaktion organisiert, deren Erlös direkt an Pater Yosip Veresh gesendet wird. Die gebürtige Ukrainerin, die mit ihrem Mann in Gaming wohnt, garantiert die Lieferung in dieses Krisengebiet. Pater Yosip Veresh leitet eine ukrainischen Pfarre nahe der Stadt Uschgorod, in der Diözese Mukatschewo, in Transkarpatien. Er hilft Weihbischof Nil Juriy Lushchak bei der Betreuung von Flüchtlingen. Ein Militärkaplan bringt Medikamente von dort direkt ins Kampfgebiet zur Versorgung von Verwundeten, die nicht in ein Krankenhaus eingeliefert werden können.
Spenden können direkt in der Holzkirche, in der Pfarrkirche Gaming nahe dem Eingang finden, abgegeben werden. Auch die Pfarren Lunz und Lackenhof haben dafür Spendenkörbchen aufgestellt. 
„Mittlerweile sind die ersten Flüchtlinge nach Gaming gekommen - eine griechisch-katholische Familie mit 7 Kindern, der Papa ist Priester - und wir kümmern uns im sie. Die Menschen hier in Gaming zeigen eine enorme Unterstützung“, so Natalia Hass Veres. Demnächst sollen weitere 110 Flüchtlinge nach Scheibbs kommen, hat ihr der Scheibbser Bürgermeister zugesagt.

HLUW Yspertal mit Ukrainischen Schülerinnen

Die Privatschule des Zisterzienserstiftes Zwettl in Yspertal hat seit langer Zeit Kontakte zur Ukraine. Zwei Mädchen aus der Ukraine sind derzeit als ordentliche Schülerinnen der HLUW. Eines der Mädchen maturiert sogar in diesem Frühjahr. Die Eltern des Mädchens im Maturajahrgang organisierten eine Hilfslieferung, die durch den Erlös aus einem hausinternen Mehlspeisenverkauf finanziert werden konnte. Auch die Schwester des Mädchens konnte mittlerweile in die Schule als ordentliche Schülerin aufgenommen werden - allerdings möchte sie wieder in ihre Heimat zurückkehren. Für die Schülerinnen steht der schulpsychologische Dienst der Schule zur Verfügung und im Unterricht wird die Situation natürlich entsprechend behandelt“, so Gerhard Hackl, Schulleiter der HLUW. 
Ein weiterer Kontakt ermöglichte mit dem Verein Kinderhilfe ohne Grenzen einen Transport mit Medikamenten, Decken, Rucksäcken, Schlafsäcken und fertig gekochten Lebensmitteln. Leere Wohnungen im Bezirk können durch gebrauchte Möbel der HLUW eingerichtet werden, um so Flüchtlingen eine Unterkunft bieten zu können. 

PVS International School Krems organisierte Hilfstransport

Der Krieg in der Ukraine lässt auch die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Lehrenden in der PVS International School Krems nicht kalt. „Fassungslos müssen wir eine Eskalation der Aggression in einem europäischen Land, teils hilflos, mitansehen. Die Welle der Hilfsbereitschaft rollt allerdings bereits in einem erfreulichen Ausmaß, und auch wir, die ISK, möchten selbstverständlich etwas dazu beitragen.“, so Bianca Brantner, Vorstandsvorsitzende der PVS. 
Durch die Mutter eines Kindes in der 3. Klasse organisierten sie einen Hilfsgüter-Transport mit einem Kastenwagen nach Ungarn zur ukrainischen Grenze. Dazu sammelten sie Decken, Baby-, Kinder- und Frauenbekleidung, Baby- und Kleinkindnahrung sowie Hygieneartikel für Babys und Kleinkinder. Es sind mit der Hilfe der Kinder und Eltern ganz viele Packerl zusammengekommen. 
„Die Kinder der 2. und 3. Klasse haben außerdem Friedenstauben gebastelt, mit deren Hilfe unterstützt wir täglich erinnert werden, wie wichtig Frieden ist und dass jeder von uns einen Beitrag dafür leisten kann, indem er auf Streit, Gewalt und Aggression verzichtet.“, so Bianca Brantner.

Schokolade für die Ukraine 

Unter dem Motto "miteinander füreinander" haben die Schulkinder der PVS Krems mit Feuereifer Schokoladeschleifen gestaltet und verkauft. Sie möchten auf diese Weise auf den Krieg in der Ukraine aufmerksam machen. Mit dem Reinerlös möchten sie besonders den Kindern in der Ukraine helfen.