Schöpfungsfreundliche Schritte: Kleinwasserkraftwerk Mühlbach vor Inbetriebnahme

St. Pölten, 11.5.2022 (dsp/kb) Die Diözese St. Pölten setzt Maßnahmen, um in der Zentralverwaltung zukunftsfähig und energieautark zu werden: Mit der Lieferung der Wasserschnecke steht das neu errichtete Kleinwasserkraftwerk im Mühlbach nun vor der Fertigstellung. Die Investitionskosten für die erste erneuerbare-Energie-Erzeugungsanlage der Diözese St. Pölten im Stadtgebiet von St. Pölten betragen dafür alleine 500.000 Euro, die installierte Leistung beträgt ca. 50 kW, der Jahresstromertrag wird 360 MWh betragen. An der Hinterseite des Bildungshauses St. Hippolyt gelegen startete der Bau im September 2021, die Inbetriebnahme wird bis zum Sommer 2022 erfolgen. Für 2022 ist zudem die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf den Dächern des Bildungshauses St. Hippolyt geplant. Diese soll die Tagesspitzen des Strombedarfs des Hauses selbst über die Grundlast hinaus decken können.

„Die starke Strömung des Mühlbaches direkt vor der Haustüre nun nutzen zu können ist ein wichtiger weiterer Schritt Richtung gelebter Schöpfungsfreundlichkeit“, freut sich Bischof Alois Schwarz über das Kleinwasserkraftwerk.

Wasserkraft Mühlbach

Der St. Pöltner Mühlbach fließt entlang des Bildungshauses St. Hippolyt quer durch die St. Pöltner Stadt. Bereits seit Siedlungsbeginn gibt es Aufzeichnungen von Mühlen und Betrieben entlang des Mühlbaches, ab dem 14. Jahrhundert gibt es gesicherte Informationen über den Mühlenbetrieb des Augustiner-Chorherrenstiftes St. Hippolyt, das heute der Verwaltungssitz der Diözese St. Pölten ist. Dass nun die Kraft des Mühlbaches mit einem Kleinwasserkraftwerk zur Energiegewinnung erneut genutzt wird, ist ein wichtiger Schritt für immer mehr Energieautarkie, Energieregionalität und grüne Energienutzung.