Reliquienschrein der Theresia von Lisieux tourt durch Österreich

Bildnis der Hl. Theresia von Lisieux

St. Pölten, 4.6.2022 (dsp/mb) Hohen Besuch erhält zu Pfingsten die Wallfahrtskirche Maria Langegg: Ein Reliquienschrein der heiligen Therese von Lisieux (1873-1897) tourt derzeit durch Österreich und macht Station in der Diözese St. Pölten. Die Gebeine der französischen Karmelitin, die auch Kirchenlehrerin und Patronin der Weltmission ist, befinden sich bereits seit 1994 durchgehend auf "missionarischer Weltreise", organisiert vom Theresienwerk Augsburg. An den jeweiligen Stationen finden besondere Gottesdienste und Gebetsveranstaltungen statt - so auch in Maria Langegg.

Der Reliquienschrein wurde zum 100. Todestag der Hl. Therese von den Katholiken in Brasilien gestiftet und enthält einen Teil der Gebeine der Heiligen. Seine Länge beträgt eineinhalb Meter, seine Breite und Höhe jeweils etwas weniger als einen Meter. Er wiegt 132 Kilogramm.

Die Reise des Reliquienschreins

Begonnen hatte der Österreich-Besuch bereits am Mittwoch, als der Schrein in die Stadtpfarrkirche Grieskirchen in Oberösterreich kam. Am Donnerstagmittag war er bei der Nationaldirektion der Päpstlichen Missionswerke in der Wiener Innenstadt präsent, ehe das Karmelitenkloster in Wien-Heiligenstadt als nächste Station bis Freitagnachmittag vorgesehen war. Am Freitagabend machen die Reliquien der heiligen Ordensfrau Zwischenhalt bei der Jugendvigil in Stift Heiligenkreuz und kommen dann in den Karmel Mayerling in Alland.

Am Pfingstsamstag wird der Reliquienschein in die niederösterreichische Wallfahrtskirche Maria Langegg kommen, teilte die hier tätige Gemeinschaft der Seligpreisungen mit. Um 11 Uhr ist dabei eine gestaltete Gebetszeit und um 12 Uhr eine Heilige Messe geplant, bis der Aufenthalt mit der Verabschiedung um 13.30 Uhr endet.

Danach geht die Reiseroute weiter über die Linzer Karmelitenkirche in die Innsbrucker Spitalskirche. Zuletzt wird der Schrein ins Vorarlberger Kloster St. Peter in Bludenz gebracht, ehe die Weiterreise ins Schweizer Kloster Einsiedeln erfolgt.

Die heilige Theresia von Lisieux gehörte dem Orden der Unbeschuhten Karmelitinnen an. Sie trat 1888 in den Karmel zu Lisieux ein und starb im Alter von nur 24 Jahren an Tuberkulose. Bekannt ist sie durch ihren "Kleinen Weg zur Heiligkeit", demnach Christen darauf vertrauen können, dass Jesus im Menschen wirkt und die Gläubigen darauf mit Nächstenliebe antworten sollen. Therese wurde 1923 seliggesprochen. Am 17. Mai 1925 erfolgte die Heiligsprechung. 1997 erhob sie Papst Johannes Paul II. nach Katharina von Siena und Theresa von Avila als dritte Frau zur Kirchenlehrerin.