Projektpartner der Fastenaktion zu Besuch

St. Pölten, 19.7.2022 (dsp/mb) Frater Deo Mngumi, Projektpartner der Fastenaktion und Finanzverantwortlicher der Diözese Same in Tansania war zu Besuch in St. Pölten bei Bischof Alois Schwarz und Karin Hintersteiner – Geschäftsführerin der Fastenaktion der Diözese St. Pölten.

Die letzten Jahre waren bei vielen Projektpartnern nicht nur durch die Coronapandemie schwierig. Immer häufiger sind die Auswirkungen der Klimakrise für viele direkt zu spüren. Unregelmäßige Regenzeiten, der Wechsel von Überschwemmungen und Dürrephasen bringen teils wirklich bedrohliche Probleme mit sich. Bestärkt durch die Enzyklika Laudato Si machen sich viele unserer kirchlichen Partner auf den Weg, Schöpfungsverantwortung konkret werden zu lassen. Dabei steht im Vordergrund, Umweltaktivitäten und Einkommen schaffende Maßnahmen gemeinsam zu entwickeln. Die Fastenaktion hat in den letzten Jahren einen Schwerpunkt in diesem Bereich gesetzt.

Green Economy in der Diözese Same, Tansania:

Seit 2016 begleitet die Fastenaktion die Diözese bei der Umsetzung eines diversifizierten ökologischen Programms. Ausgangspunkt war, dass durch die zunehmende Abholzung zur Brennholzgewinnung Wasserquellen zunehmend versiegten und Probleme mit der Trockenheit zunahmen. Das Programm hat auf dem gesamten Diözesangebiet ein Bündel an Maßnahmen initiiert: Umweltschutz, Aufforstung, Obstbau, Wassermanagement, Bienenzucht, Gartenbau, Kompost- und Flüssigdüngerproduktion, Ernährungsberatung. Die Rolle der Frauen ist ein Querschnittsthema, das in alle Projektkomponenten miteinfließt. Einbezogen sind alle Pfarren und Schulen der Diözese. Die Umsetzung erfolgt in Kooperation mit Bauern, einer Universität und den lokalen Behörden. Es wurden u.a. Wasserkomitees, Imkergruppen, Schulkomitees für Umwelt gegründet. Einbezogen war auch eine spirituelle Komponente: Schöpfungsverantwortung wurde Thema der ganzen Diözese und in allen Pfarren.

Schließlich ist auch noch die Öffentlichkeitsarbeit zu erwähnen: Schöpfungstage mit Informationen und öffentliche Baumpflanzaktionen wurden etabliert. Mittlerweile haben sich die ersten Erfolge eingestellt: Es wurden über 200.000 Bäume gepflanzt, die ersten Früchte werden geerntet, die Ernährungslage bessert sich, Honig wird verkauft, etc. Auch die Wassersituation hat sich in einigen Regionen wieder verbessert: So entspringt zum Beispiel in Same wieder eine Quelle, die jahrelang versiegt war.

In der nächsten Stufe soll das Programm um diversifizierten Biolandbau, Verbesserung der Ernährung und den Anbau von Kaffee und Avocados für den Verkauf erweitert werden.