Gehen auch Sie zur Pfarrgemeinderatswahl am Sonntag

St. Pölten, 17.03.2022 (KB/dsp/mb) Vor den österreichweiten Pfarrgemeinderatswahlen am kommenden Sonntag, dem 20. März, wirbt man in der Diözese St. Pölten für eine rege Beteiligung. Wählen gehen und ein Zeichen für Demokratie und Mitbestimmung in der Kirche setzen: So lautet der Tenor der in „kirche bunt“ gesammelten Stimmen.

Bischof Schwarz: Gemeinschaft gestalten

"Frauen und Männer, berufene und erwählte, Priester und Diakone gestalten miteinander die Pfarre als 'Gemeinde der Gemeinschaft'", rief auch der St. Pöltner Diözesanbischof Alois Schwarz zur Teilnahme an den PGR-Wahlen auf. Pfarrgemeinderäte würden gewählt, Verantwortung zu übernehmen und ihre Begabungen einzubringen, so der Bischof: "Mein Wunsch ist es, dass Männer und Frauen für Lebensfragen mit Glaubenshintergrund verfügbar sind, mittendrin stehen im Leben der Menschen in den Gemeinden."

"Mittendrin - heißt auch mittendrin mitarbeiten, mitwirken, wählen gehen", machte Sr. Franziska Bruckner, stellvertretende Vorsitzende der Österreichischen Ordenskonferenz, klar. "Gemeinsam können wir dem Leben nach dem Evangelium dienen in unserer Kirche. Mittendrin sind wir solidarisch mit den Menschen, die unsere Hilfe brauchen", zeigte sich die Generaloberin der Amstettner Franziskanerinnen überzeugt.

Demokratie und Mitbestimmung sind wichtige Fundamente in Österreich und in der Kirche, betonte die Vorsitzende der Katholischen Jugend St. Pölten, Claudia Teufl. "Glücklicherweise haben wir die Möglichkeit, unsere Vertreterinnen und Vertreter eigens zu wählen, um so mitbestimmen zu können." Daher sei es auch als junger Mensch wichtig, das Wahlrecht ernst zu nehmen und zur Wahlurne zu gehen, um mitreden zu können, warb Teufl für die Beteiligung der Jugend an der Wahl.

Wählen ist "Ehrensache"

Wenn man in der Kirche die Möglichkeit habe, demokratisch zu wählen, "dann ist es doch Ehrensache, davon Gebrauch zu machen", rief auch der Präsident der Katholischen Aktion in der Diözese St. Pölten, Armin Haiderer, zur Stimmabgabe auf. "Je kleiner die Einheit, desto größer ist die Identifikation. Nach der Familie ist es die Pfarre, die die Keimzelle des Glaubens und der Kirche darstellt. Wir sollten alles unternehmen, um diese Pfarren zu stärken", so die Überzeugung Haiderers.

Am 20. März steht eine von Österreichs größten Wahlen an: 4,3 Millionen Katholikinnen und Katholiken sind aufgerufen, ihre Vertretungen im Leitungsgremien der rund 3.000 Pfarren, den sogenannten Pfarrgemeinderäten (PGR), zu bestimmen. Allein in der Diözese St. Pölten gibt es rund 402.000 Wahlberechtigte, die rund 5.300 Pfarrgemeinderats-Mitglieder in 422 Pfarren wählen.