„Der Wert des Lebens“

Regisseurin Lackenberger dreht Dokumentarfilm an Originalschauplätzen

St. Pölten, 24.5.2022 (dsp/mb) Gemeinsam mit der Mittelschule Viehofen, finanziert von NÖMedia, entsteht ein Filmprojekt in der Reihe "Der Wert des Lebens" - Die Auflösung des Taubstummeninstitutes der Diözese St. Pölten, 1938 - erwirkt durch das nationalsozialistische Regime. Gedreht wurde auf der Ochsenburg und direkt im ehemaligen Gebäude des Taubstummen-Institutes – Prandtauerhaus – in der Klostergasse 15. Vorbild für diesen Film waren erhaltene Bilder aus dem Institutsarchiv.

1938. Ende Mai, nur zwei Monate nach dem Anschluss Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland, geschieht das Unfassbare: Die gehörlosen Schülerinnen und Schüler des damaligen „Taubstummeninstituts“ in St. Pölten werden in den frühen Morgenstunden geweckt um sich auf den Weg zu machen. Viel Zeit bleibt nicht das Notwendigste zu packen oder sich von den Schulschwestern zu verabschieden. Sie werden von den nationalsozialisten auf LKWs verladen und weggebracht. Wohin genau und was ihr Schicksal war, ist bis heute nicht vollends geklärt. Ihre Spur verliert sich in den Gräueln einer Ideologie welche über den Wert eines Lebens entscheidet.

Mit großer Hingabe stellen die Schülerinnen und Schüler der Schulspielgruppe „Nordlichter“ der St. Pöltner Mittelschule Viehofen das Schicksal der gehörlosen Kinder an Originalschauplätzen dar.
Buch und Regie kommt aus der Feder der Regisseurin Anita Lackenberger. Kameraführung Gerhard Mader, die Leitung der Schauspielgruppe durch Heidi Kneissl.