Auszeichnungen für junge Organistinnen

St. Pölten, 28.3.2022 (dsp/mb) Das Konservatorium für Kirchenmusik der Diözese St. Pölten hat einen hervorragenden Ruf und ermöglicht hochwertige Kirchenmusik hierzulande. Über 180 Sänger und Organisten werden hier auf sehr hohem Niveau ausgebildet. Große Erfolge konnten letzte Woche zwei Schülerinnen des Konservatoriums für Kirchenmusik der Diözese St. Pölten beim diesjährigen Landeswettbewerb „prima la musica“ am Instrument Orgel für sich verbuchen.

Der Wettbewerb fand am Montag, dem 14. März an der Wöhl-Orgel des Festsaales des Konservatoriums statt. Lucie Bryna erreichte in der Altersgruppe II einen 1. Preis mit Berechtigung zur Teilnahme am Bundeswettbewerb, Alma Teibler erhielt in der Altersgruppe IIIplus die Bewertung Gold ebenso mit Berechtigung zur Teilnahme am Bundeswettbewerb. Mit 97 von 100 Punkten wurde ihr als Beste ihrer Altersgruppe der Titel Landessiegerin zuerkannt.

Lucie Bryna stammt aus Herzogenburg und ist zwölf Jahre alt. Seit 2 ½ Jahren ist sie Schülerin von Johannes Zimmerl am Konservatorium in St. Pölten. Weiters besucht sie das BORG St. Pölten und bekommt außerdem Klavierunterricht an der Musikschule St. Pölten, davor hatte sie Klavierunterricht in Znaim (Tschechien). Ihr Programm enthielt Werke von Bach, Dubois, Bédard und Michel. Die begeisterte junge Organistin hat die Möglichkeit an der großen barocken Hencke-Orgel des Stiftes Herzogenburg zu üben, zuhause steht ihr zusätzlich ein elektronisches Übeinstrument zur Verfügung.

Alma Teibler studiert seit Herbst am Konservatorium für Kirchenmusik der Diözese St. Pölten Orgel bei Ulrike Weidinger. Zuvor war sie Schülerin an der Johann-Sebastian-Bach Musikschule in Wien. Sie besucht das BORG in der Wiener Hegelgasse, wo sie auch Klavierunterricht hat. Die 16 Jahre junge Schülerin gab im Zuge der Vorbereitung auf den Wettbewerb zwei vielbeachtete Solokonzerte in Puchberg am Schneeberg sowie in ihrer Heimatstadt Perchtoldsdorf, bei denen sie das gesamte Programm für Landes- und Bundeswettbewerb präsentierte. Insbesondere ihre souveräne Interpretation der virtuosen „Mutationes“ des tschechischen Komponisten Petr Eben erregte allseits große Aufmerksamkeit.

Mittlerweile laufen die Vorbereitungen für den Bundeswettbewerb Ende Mai in Feldkirch in Vorarlberg, für den wir den beiden jungen Organistinnen bereits jetzt viel Erfolg wünschen.

Das St. Pöltner Konservatorium für Kirchenmusik hat einen hervorragenden Ruf und ermöglicht hochwertige Kirchenmusik hierzulande. Über 180 Sänger und Organisten werden hier auf sehr hohem Niveau ausgebildet. Das nächste Studienjahr startet im September, eine Ausbildung für Organisten dauert rund fünf Jahre. „Das Konservatorium ist ein lebendiger Treffpunkt für Musikliebhaber, die aus der Verbindung von Musik und Spiritualität eine Bereicherung für ihr Leben erfahren wollen“, betont Michael Poglitsch, Leiter der diözesanen Einrichtung.

Die große Schar der Aus- und Fortbildung Suchenden sei sehr vielschichtig: Die Hauptgruppe würden im Berufsleben stehende Erwachsene suchen, erfreulich und beachtlich groß sei die Gruppe der noch zur Schule gehenden Interessenten.

Das Studium ist sowohl im Ausbildungszweig für Kirchenmusik als auch im Ausbildungszweig für Lied-Messe-Oratorium in drei Stufen gegliedert (Elementar-, Grund- und Aufbaustufe), die Stundenplangestaltung erfolgt so, dass Berufstätige oder/und Weitanreisende die laut Statut vorgeschriebenen Lehrveranstaltungen an einem Nachmittag besuchen können. 

Das Konservatorium bietet neben der klassischen Kirchenmusikerausbildung den Ausbildungszweig Lied-Messe-Oratorium für sängerisch speziell Interessierte an. Durch den Einzelunterricht in den künstlerischen Hauptfächern (Orgel, Orgelimprovisation, Stimmbildung, Klavier, Gitarre) ist eine individuelle Förderung der Studierenden möglich, das breitgefächerte Angebot an musikalisch allgemeinbildenden und speziell auf das Liturgische ausgerichteten Lehrveranstaltungen ist Garantie für eine umfassende Ausbildung.