6. Jänner – Erscheinung des Herrn – Heilige Drei Könige

Bei diesem Fest steht das „Erscheinen“ – auch Epiphanie – von Jesus Christus im Mittelpunkt, das sich im Besuch der Magier bzw. in ihrem Überbringen der Gaben konkretisiert hat. Seit dem Mittelalter sind die „Heiligen Drei Könige“ Teil der Volksfrömmigkeit, besonders seit der Überführung ihrer Gebeine 1164 nach Köln.

Biblisch – bei Matthäus 2,1-12 - ist von Magiern die Rede, nicht von Königen. Auf die Zahl drei kam man deswegen, weil diese drei Geschenke überbrachten: Gold, Weihrauch und Myrrhe.

Heiliggesprochen wurden die drei Könige nie, und die Geschichten über sie sind ausnahmslos Legenden. Aus dem noch heute geübten Brauchtum ist besonders die Segnung der Häuser bekannt: C+M+B – Christus mansionem benedicat – zu Deutsch: Christus segne das Haus. Im Volksmund werden hier die Namen der Könige gedeutet: Caspar, Melchior und Balthasar.

Kinder und Jugendliche ziehen in diesen Tagen als Sternsinger von Haus zu Haus, singen und sagen Sprüche auch, zeichnen den Segen auf die Türen und sammeln für die Mission.

Ebenso sind die Heiligen Drei Könige unverzichtbare Figuren bei den Krippen.

Bauernregeln an diesem Tag:

„Ist bis Dreikönig kein Winter, folgt keiner mehr dahinter“

„Ist Dreikönig hell und klar, gibt’s viel Wein in diesem Jahr“