„Wie lange darf ein Leben dauern?“

Eine Podiumsdiskussion der Katholischen Aktion

St. Pölten, 3.11.2021 (dsp/mb) „Wie lange darf ein Leben dauern?“ - Diese provokante Frage stand im Zentrum einer Podiumsdiskussion, zu der der Kath. AkademikerInnenverband der Diözese St. Pölten einlud. 

„Auf der einen Seite wird alles getan, um Leben zu verlängern, andererseits werden Rufe nach einer Begrenzung laut“, so Mag. Carl Aigner, der durch die Podiumsdiskussion führte. Ein Effekt des Globalen sei es schließlich, „dass wir alle täglich über das Leben anderer mitentscheiden“. 

Psychotherapeutin Margot Azmann appellierte das Thema anzusprechen, denn entscheidend sei „hinschauen und tun“. Der St. Pöltner Priester und Moraltheologe Rupert Grill äußerte sich auch im Bezug um die Diskussion der Impfpflicht, „weil meine Freiheit respektiert wird, kann auch erwartet werden, dass ich die Freiheit anderer respektiere“. 

Der Intensiv- und Palliativmediziner Rudolf Likar berichtete aus seiner Erfahrung, dass 90 Prozent der Menschen auf der Palliativstation betonten, es gehe ihnen gut. Ganz wichtig sei es für die Menschen, gehört zu werden. 

Das diözesane Motto „Ich bin. Mit dir.“ würden auch jene Menschen vermitteln, die einem Coronapatienten im Krankenhaus die Hand halten“, ergänzte Diözesanbischof Dr. Alois Schwarz.