Weltgebetstag der Frauen – Ökumenisch & weltweit

St. Pölten, 3.3.2021 (dsp/mb) Der Weltgebetstag am 5. März 2021 verbindet Frauen aus verschiedenen Kirchen, Kulturen und Traditionen in aller Welt. Jeden ersten Freitag im März feiern Menschen in mehr als 170 Ländern, rund um die Erde, 24 Stunden lang, einen Ökumenischen Weltgebetstag, dessen Liturgie jedes Jahr von Frauen aus einem anderen Land vorbereitet wird.

Informiert beten – betend handeln

Der Weltgebetstag der Frauen setzt Zeichen der Hoffnung, fördert Frieden und Verständigung und stellt sich gegen Ungerechtigkeit und Gewalt. Mit der Kollekte wird ein sichtbares Zeichen der Solidarität und des Teilens gesetzt durch die weltweite Förderung von Projekten für Frauen und Mädchen.

Christliche Frauen aus Vanuatu (Inselstaat im Südpazifik, das geographisch zu Ozeanien gehört) haben den ökumenischen Gottesdienst für den Weltgebetstag 2021 vorbereitet. Er wird am Freitag, den 5. März weltweit unter dem Motto „Worauf bauen wir?“ in ca. 170 Ländern gefeiert. Im Mittelpunkt der Liturgie steht der Bibeltext aus Matthäus 7, 24 – 27. Mit ihrem Gottesdienst wollen die Frauen aus Vanuatu ermutigen das Leben auf den Worten Jesu aufzubauen. Sie sollen der felsenfeste Grund für alles menschliche Handeln sein. Denn nur das Haus, das auf festem Grund gebaut ist, würden Stürme nicht einreißen, heißt es in der Bibelstelle.

1606 von den Spaniern entdeckt wurden die „Neuen Hebriden“ – wie der Inselstaat früher hieß – zu einer Kolonie, die zuletzt gemeinsam von Großbritannien und Frankreich verwaltet wurde. 1980 wurde ein demokratisches Regierungssystem eingeführt, nachdem das Volk zwei Jahre davor die Unabhängigkeit eingefordert hatte. Seither trägt das Land den Namen Vanuatu – wörtlich „Land, das aufsteht“ – mit dem Motto „Auf Gott bauen und vertrauen wir“.

Die Bewohnerinnen und Bewohner nennen sich selbst Ni-Vanuatu. Für sie stellt Land eine wichtige Ressource dar, mit dem sie eng verbunden sind, in gewisser Weise sogar mit der Erde „verschmelzen“. Land wird nicht als Eigentum gesehen, sondern als lebenswichtig für die Existenz von Menschen und Tieren.

Mutter mit Kind im Sturm

Das Titelbild 2021 stammt von der Künstlerin Juliette Pita und trägt den Titel „Pam II“. Es stellt die Situation dar, als der Zyklon Pam 2015 über Vanuatu zog und weite Teile des Landes zerstörte. Zu sehen ist eine Frau, die sich schützend über ihr kleines Kind beugt und betet. Die Frau trägt traditionelle Kleidung. Der Sturm fegt über Frau und Kind hinweg. Eine Palme mit kräftigen Wurzeln kann sich dem starken Wind beugen und schützt beide so vor dem Zyklon. Heftige Stürme, endlose Regenfälle, gefolgt von großer Trockenheit haben in den letzten Jahren auf Vanuatu zugenommen, laut ForscherInnen sind sie die Folgen des Klimawandels.