„Täglich eine Geschichte, ein Lied und zwei Purzelbäume“

Lese-Rezepte – eine Aktion im Rahmen von 10 Jahre Buchstart in Österreich, mit vielen positiven Nebenwirkungen

St. Pölten, 2.6.2021 (dsp/mb) Worte und Geschichten können ermutigen und stärken. Das Projekt „Lese-Rezepte“ des Österreichischen Bibliothekswerks setzt auf die Kraft von Büchern und persönlichen Begegnungen und lädt Personen aus dem Gesundheitswesen ein, Kindern Rezepte für Vorlesestunden, Spieleabende in der Familie und Bibliotheksbesuche auszustellen. 

In Arztpraxen, bei Therapeut*innen oder durch Gesundheitserzieher*innen in Kindergärten und Schulen können solche Rezepte ausgestellt werden. In der Öffentlichen Bibliothek, die diese Aktivitäten auf lokaler Ebene koordiniert, erhalten die Kinder mit ihrem Rezept eine Tasche mit „Medikamenten“ ganz besonderer Art: ein Geschenkbuch, Sticker-Pflaster, ein Lesezeichen und einen Beutel Zwick-Zwack-Tee. Alles zusammen versteht sich als eine herzliche Einladung, gemeinsam in Geschichten einzutauchen und auf unterhaltsamem Weg die eigenen Sorgen, Ängste und Verunsicherungen zur Sprache zu bringen, um damit den ersten Schritt ihrer Überwindung zu tun. 

Eine Aktion im Rahmen von 10 Jahre „Buchstart Österreich“

Grundidee der weltweit aktiven Buchstart-Bewegung ist es, möglichst früh mit Familien von kleinen Kindern in Kontakt zu treten und sie mit Büchern, Impulsen und Spielideen über Jahre hinweg zu begleiten. „Mit Büchern wachsen“ ist der Slogan dieser von Öffentliche Bibliotheken getragenen Bewegung, die 1992 in Birmingham ihren Ausgang nahm und mittlerweile die ganze Welt umspannt.

Büchermäuse, Bibliotheksführerschein und Ganz Ohr sein

Seit Beginn der Bewegung wurden in den Bibliotheken der Diözese der Start der Büchermäuse, der Bibliotheksführerschein oder unzählige Bilderbuchkinos veranstaltet. In der Bibliotheksfachstelle ergab sich die Ausbildung zur Vorlesepatin und dem Vorlesepaten. In der Diözese St. Pölten findet im Herbst 21 die 7. Auflage der Ausbildungsreihe statt. Inzwischen sind mehr als 80 Vorlesepat*innen in Bibliotheken, Kindergärten, Volksschulen und Eltern-Kind-Zentren vorlesend unterwegs.

Wie feiert man ein erfolgreiches Leseförderungsprojekt in Zeiten einer Pandemie? Am besten, indem man die heilenden und stärken Aspekte von Büchern und Geschichten in den Mittelpunkt stellt. Die Lese-Rezepte machen genau dies und bringen zugleich die zwei lebenswichtigen Bereiche von Gesundheit und Bildung miteinander in spielerischen Austausch. Österreichweit wie international stößt diese Idee auf enormes Interesse. 

Kontakt: Gerlinde Falkensteiner| Bibliotheksfachstelle der Diözese St. Pölten  g.falkensteiner@kirche.at | 0676 82 66 15 342