Pandemiejahr 2020: Erneut rückläufige Austrittszahlen in der Diözese St. Pölten

St. Pölten, 13.1.2021 (dsp/kb) Die Diözese St. Pölten verzeichnet bei Kirchenaustritten einen Rückgang um gut 7 Prozent. Mit einer Ausnahme im Jahr 2019 bleiben die Austrittszahlen in der Diözese St. Pölten somit weiter rückläufig. Während 2019 5.560 Personen die Gemeinschaft der Kirche verlassen haben, waren es im Vorjahr 5.170. Gleichzeitig wurden 285 Wiedereintritte und 19 Widerrufe des Austrittes verzeichnet. Insgesamt zählt die Diözese St. Pölten 476.433 Katholikinnen und Katholiken, das sind rund 70 Prozent der Bewohnerinnern und Bewohner im Gebiet der Diözese Sankt Pölten.

Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Minus von 1,6 Prozent. Der leichte Rückgang ist auf die Abmeldungen bei den Kirchenbeitragsstellen, auf ein Defizit bei den Zu- und Abwanderungen und auf die anhaltende Stagnation bei Geburten und Taufen zurückzuführen. So standen 2020 nach vorläufigen Zahlen 5.609 Sterbefällen von Katholikinnen und Katholiken nur 2.862 Taufen gegenüber.

Die Meldungen des letzten Quartals liegen noch nicht vollständig vor, es ist jedoch damit zu rechnen, dass die Zahlen einem aussagekräftigen Gesamtbild entsprechen. 

4,91 Millionen Katholikinnen und Katholiken in Österreich

Der Blick auf die österreichischen Diözesen zeigt, dass insgesamt 58.535 Personen im vergangenen Jahr die katholische Kirche verließen: um 13,7 Prozent weniger als 2019. 2019 waren es laut amtlicher Statistik 67.794. Alle österreichischen Diözesen meldeten einen Rückgang bei den Austrittszahlen. Damit liegt die Gesamtzahl der Katholiken in Österreich im Jahr 2020 bei 4,91 Millionen Menschen.